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Alle copyrights by DL4CR - Christiane Rüthing.....

Der Wunsch

 

Lass mich Dir ein Baum sein,

der mit seinen Wurzeln fest verankert ist,

damit er allen Stürmen trotzt,

an dessen Stamm Du Dich lehnen kannst,

der Dich stützt, Dir Kraft schenkt,

dessen Blätterdach dich schützt

und dessen Äste bis in den Himmel ragen....

 

Lass mich Dir ein Fluss sein,

der Dich mitnimmt auf seinem Weg

durch die Zeit,

durch die Länder,

durch das Leben,

dessen Wasser Dich erfrischt,

von dem Du jederzeit trinken magst,

wenn Du müde und erschöpft bist,

um Dir neue Lebensenergie zu geben.....

 

Lass mich Dir ein Windhauch sein,

der Dich umschmeichelt wie seidene Tücher,

der Dich streichelt ganz sanft,

der Dir erzählt von anderen schöneren Orten,

mit dem Du fliegen kannst,

wohin Du auch willst,

der mit Deinen Haaren spielt,

Dich kitzelt und

In Dir neue Töne, neue Laute, neue Musik

Erklingen lässt......

 

Lass mich Dir fester Boden sein,

auf dem Du sicher wandeln kannst,

auf dem der Samen, den Du säest,

gleich aufgehen möge,

um viele gute Früchte zu tragen,

die wiederum das Saatgut beherbergen

für eine glückliche Zukunft.....

 

und lass mich Dir das Feuer sein,

dass Dich wärmt,

wenn Kälte Dich durchdringt,

dass Dir leuchtet,

wenn alles dunkel um Dich ist,

aber dass Dich nie verbrennen wird,

weil ich weiß,

dass Du sorgsam damit umgehen wirst....

 

chrissi10

Nimm Dir Zeit jeden Tag

und wenn es nur für einen Moment ist,

um deine Sinne zu öffnen!

Tagtäglich registrierst Du so vieles,

doch machst Du Dich zu

und nimmst nicht mehr wahr,

was das Leben eigentlich lebenswert macht.


Sieh diesen Apfel in Deiner Hand,

wie oft isst Du ihn..... nebenbei...

ohne recht zu wissen,

was Du da eigentlich tust.

Doch schätze diesen Augenblick,

denn dieser Apfel ist ein wertvoller Schatz,

den die Natur für Dich für diesen einen Moment

wachsen ließ.


Fühle die Schwere seines Gewichtes in Deiner Hand,

wie er sich in diese einpasst,

sehe seine Rundung, seine Oberfläche, seine Rundung,

rieche ihn,

weißt Du eigentlich noch, wie intensiv ein Apfel

duften kann?


Spüre seine glatte Haut,

wenn Deine Lippen ihn berühren,

wie seine Schale unter Deinen Zähnen zerbricht,

höre das leise Knacken und Krachen,

fühle sein Fleisch in Deinem Munde,

schmecke seine Süße

und das Prickeln seiner Säure auf Deiner Zunge.


Dieser Augenblick gehört Dir

und anschließend,

wenn Du diesen Apfel mit allen Deinen Sinnen

gesehen, gehört, gefühlt, geschmeckt und gerochen

hast,

weißt Du,

daß Du diesen Moment gelebt hast.

 

 

Scheidewege

Und wieder ist es soweit....
Du bist an einem Punkt angekommen,
an dem Du Dich entscheiden musst,
welchen Weg Du weiter einschlagen möchtest.

Niemand kann Dir raten,
welcher Dein Weg ist,
denn nur Du allein kannst Dich entscheiden,
wie und welchen Du gehen möchtest.

Doch wähle einen der Wege und verharre nicht hier,
träume nicht nur davon, was am Ende eines dieser Wege sein könnte,
sonst sitzt Du ewig hier und irgendwann
sind die Wege, die Dir jetzt offen stehen, wieder verbaut.

Mag sein, dass Du Wegbegleiter findest,
die ein Stück mit Dir gehen,
mag sein, dass Du auch lange Zeit alleine
Dich zurechtfinden musst.

Mag sein, dass Du Dich etwas verirrst,
mag sein, dass Du irgendwann merkst,
dass Du in die falsche Richtung gegangen bist
und wieder umkehren musst ein Stück.

Mag sein, dass der Weg sehr steinig wird,
mag sein, dass Du tiefe Abgründe überwinden musst,
es kann aber auch sein, dass der eingeschlagene Weg Dir erst einfach erscheint und geradelinig und dann doch einen Umweg bedeutet.

Doch egal wie, verzweifel nicht,
solange Du Dein Ziel kennst und es nicht aus den Augen verlierst,
wirst Du am Ende dort ankommen, wo Du hinmöchtest,
denn Dein Ziel ist Dein Weg.

Und ist es nicht meist so,
dass die Strassen fernab von den stark befahrenen und geraden
meist die schönsten und sehenswertesten sind,
auf denen man am meisten erlebt?

In diesem Sinne..... gute Lebens-Reise!

 

blütenundvögel
ying
see

Wie kann ich  anderen vertrauen, wenn ich an meine eigene Stärke nicht glaube.
Wie kann ich lieben, wenn ich mich selbst nicht mag.
Wie kann ich ehrlich sein, wenn ich mich selbst doch am meisten belüge.
Wie kann ich von Gefühlen sprechen, wenn ich meine eigenen ständig unterdrücke.
Wie kann ich über andere urteilen, wenn ich selbst ständig Fehler begehe.
Wie kann ich offen lachen, wenn ich  meinem Spiegelbild nur mürrisch gegenüber trete.
Wie kann ich behaupten, mitfühlend zu sein, wenn ich den Kummer meines Nächsten nicht bemerke.
Wie kann ich  verletzt sein, wenn ich auf den Gefühlen anderer auch nur herumtrampele.
Wie kann ich den Frieden propagieren, wenn ich selbst ständig einen Streit nach dem anderen vom Zaun breche.
Wie kann ich die Gewalt der anderen beklagen, wenn ich immer wieder Hiebe verteile.
Wie kann ich mich an der Natur erfreuen, wenn ich  meine Umwelt zerstöre.
Wie kann ich Toleranz erwarten, wenn ich versuche, anderen meine Meinung aufzuzwingen.

Wie kann ich behaupten zu leben, wenn ich mir dafür keine Zeit nehme.

 

hexe
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