Energiespartipps

Wohnung und Haus

Besonders Verbraucher, die lange am Netz sind sollten untersucht werden.  Geräte die Wärme oder Kälte erzeugen und lange eingeschaltet sind haben den größten Anteil am Energieverbrauch. 

Ein wirkungsvoller einfacher, aber auch manchmal praktisch schwieriger Tip ist Geräte nur einzuschalten, wenn sie auch unbedingt gebraucht werden. Das Ausschalten wird leider viel zu oft vergessen!
Energie sparen fängt also im eigenen Kopf an. Man muss sich mit befassen. Das kann bis zur autarken Versorgung mit Photovoltaikpanele und Windgenerator gehen. 

Ein Energieverbrauchsmessgerät ist nicht teuer und es findet die wirklichen großen Energieverbraucher. Nur so läßt sich der eigene Energieverbrauch analysieren und dann reduzieren. Dieses Energiemessgerät ermittelt den Verbrauch über einen eingegebenen Zeitraum.  Es kann den Energiepreis für einen Monat oder Jahr für einen Toaster, Mikrowelle,  Fernseher, Aquarium, Wasserbett, Klimagerät, Computer, Kühlschrank oder des gesamten Haushaltes anzeigen.

Die leistungsstarken Geräte, wie zum Beispiel Bügeleisen oder Föhn, die nur relativ kurz genutzt werden treiben nicht den Energieverbrauch in die Höhe. Hinzu kommt das sich die Geräte oft selber abschalten
um die Temperatur zu regeln. Ein 1200W Bügeleisen ist im Durchschnitt nur ein 200W-Gerät, weil es in der meisten Zeit des bügelns nicht heizt. Eine Stunde bügeln in der Woche kostet also nichtmal eine Kilowattstunde im Monat.  

Wenn Sie in ein paar Tage wegfahren, schalten Sie alles ab. Wenn, Kühlschrank, Geräte in stand-by, wie Hausklingel, Zirkulationspumpe, DSL-Router usw. eingeschaltet sind, kommt in 14 Tagen ganz schnell eine große Energiemenge zusammen.

Heizen

Der gößte Teil, etwa 70% der Energie eines Haushaltes fließt in die Heizung. Es lohnt sich also über die Optimierung des eigenen Verhaltens und der verwendeten Technik nachzudenken.

Sorgen Sie dafür das die Heizung richtig eingestellt ist. Jedes Grad weniger bringt anteilig 6% Einsparung.Glauben Sie nicht dem Installateur, der eine hohe Vorlauftemperatur und Herunterregelung der Heizkörper empfiehlt. 

Setzen Sie programmierbare Thermostatventile an die Heizkörper und stellen Sie jeden Raum separat 
mit einen Temperatur- und Zeitplan ein. 

Die Heizkörper müssen frei und unabgedeckt stehen. Wird der Heizkörper zugestellt wird die Wärmeabgabe reduziert und der Thermostat regelt unter Umständen eine falsche Raumtemperatur. 

Ein Verbrauchsmessgerät für Heizenergie am Heizkörper ist auf die frei stehende Heizung geeicht. Wird der Heizkörper zugestellt oder die Luftbewegung behindert wird deutlich mehr Verbrauch gemessen, wie verbraucht wird.

Wenn genug Platz zwischen dem Heizkörper und Außenwand vorhanden ist, sollten flächig Dämmstoffplatten geklebt werden. 

Heizkörper entlüften.

Zwei bis viermal am Tag Stoßlüften und nicht die Fenster angeschrägt ständig offen lassen.
Am besten nach dem aufstehen, duschen, wischen, kochen usw. gut und kurz druchlüften.

Nachts oder bei Abwesenheit die Heizung runterdrehen.
Die Räume aber nicht völlig auskühlen lassen. Eine Nacht- oder auch Tagabsenkung auf 2 - 5 Grad niedriger stellen. Auch in einem Passivhaus oder bei Fussbodenheizung bringt sie etwas, man muss nur richtig einstellen, also sehr früh (20:00) runter fahren und dafür auch früh (4:00) wieder hochfahren, das bringt eine ganz schöne Entlastung und Sie merken kein Temperaturunterschied.

Fenster und Türen mit Dichtungsbänder, Bürstendichtungen usw. abdichten um Zugluft und Energieverluste zu vermeiden.

Nachts Rollläden, Fensterläden, Gardinen usw. schließen.

Kühle Räume nicht mit der Luft aus wärmeren Räumen heizen, sonst steigt das Schimmelpilzrisiko, weil
sich die höhere Feuchtigkeit der warmen Luft im kälteren Raum nieder schlägt. Die Türen der kühleren Räume also immer verschlossen lassen. Eine relative Luftfeuchtigkeit von 35 bis 60% ist akzeptabel. Das gilt auch im Sommer für Kellerräume, die zur Verhinderung von Feuchtrigkeit nur in den frühen Morgenstunden gelüftet werden sollten.

Möbel nicht an schlecht isolierte Außenwände stellen, um der Schimmelpilzbildung vorzubeugen. 
Wenn es sich nicht vermeiden läßt, dann sollte ein Abstand von wenigsten 10cm eingehalten werden.

Wo es möglich ist oder für einen Hausneubau sollte die Solarthermie und moderene Technik, wie Wärmepumpe und Geothermie nicht fehlen.

Stellen Sie die Heizungs-Umwälzpumpe möglichst klein ein. Die transportierte Wärme nimmt kaum ab, bei gleichzeitig erheblich weniger Stromverbrauch und besserem Kesselwirkungsgrad. Hierfür gibt es auch intelligente Vorschaltgeräte.

Bei Renovierung oder Neubau setzen Sie möglichst kleine Kessel-Leistungen ein. Die Heizungsbauer wollen immer lieber Größere. Nehmen Sie nach Möglichkeit Holzpellets oder Gas. Wenn es unbedingt ÖL bleiben muss, dann ist auch hier Brennwerttechnik mit höherer Brennstoffausnutzung ratsam. Heizen Sie auf keinen Fall mit Strom. Vorsicht bei Wärmepumpen, sie lohnen sich nicht in allen Fällen! Regel: Kessel möglichst klein und Heizkörper möglichst groß - auch wenn es Ihr Heizungsklempner genau anders rum will, denn so verdient er mehr und hat weniger Ärger!

kochen

Wenn möglich einen Gasherd, statt einem Elektroherd verwenden. 

Wenn doch ein Elektroherd verwendet wird sollte es ein Glas-Keramik-Herd sein.  Nur zum Kochplattendurchmesser und Herdtyp passende Töpfe und Pfannen mit ebenen Boden benutzen.

Um ein bis zwei Liter Wasser zum kochen zu bringen sparen Sie Energie und Zeit, wenn Sie einen moderen leistungsstarken Wasserkocher statt einer elektrische Kochplatte benutzen. 

Eine Mikrowelle ist praktisch, Zeit- und Energiesparend.

Für Speisen, die lange gekocht werden müssen lohnt sich ein Druckkochtopf bzw. Schnellkochtopf. 

Der Deckel auf  Topf oder Pfanne spart Zeit und Energie.

Auf das Vorheizen der Backröhre kann oft verzichtet werden.

So wenig Wasser wie möglich zum kochen von Speisen nehmen. Zum Garen genügen wenige Zentimeter Wasser.

Wenn es kocht die zugeführte Leistung reduzieren, denn heizer wie 100°C wird Wasser nicht und
es wird nur Dampf erzeugt. 

kühlen

Ein neuer Kühlschrank oder ähnliche Geräte, sollte das EU-Energielabel  A++ haben. Selbst, wenn der Kaufpreis etwas größer ist, wird dieses Gerät nach ein paar Jahren günstiger sein.  

Beim Neukauf eines Kühlschrankes sollten Bauart und Größe auf die tatsächlichen Bedürfnisse abgestimmt werden. Ein zu groß ausgelegter Kühlschrank verschwendet unnötig Energie.

Warme Lebensmittel sollten erst auf Raumtemeratur abkühlen bevor sie in den Kühlschrank gestellt werden.

Die Tür eines Kühlschrankes nur kurz öffnen, um wenig warme Luft eindringen zu lassen. Hier schneiden Kühlgeräte, die nur von oben zugänglich sind besser ab, denn die schwerere kalte Luft bleibt unten stehen.

Eine gute Ordnung und Übersicht verhindert langes suchen.

Der Stromverbrauch von Kühlgeräten ist umso geringer, je niedriger die Umgebungstemperatur ist. Stellen Sie Kühlgeräte nicht neben Heizung, Herd, Südfenster usw.,sondern in ungeheizte Räume an die Außenwand.

Sorgen Sie für eine saubere Dichtungen zum Kühlraum und freie Luftbewegung an der Rückwand.

Die Eisbildung wird reduziert, wenn wenig feuchte Luft in den Kühlraum gelangt. Den Kühlraum abtauen und trockenen, wenn sich Eis gebildet hat. Aus diesem Grund keine feuchte Lebensmittel oder offene Flüssikeiten in den Kühlraum lagern. Benutzen Sie Kunststoffdosen und Verpackungen. 

Wenn möglich und sinnvoll vielleicht im Winter der Kühlschrank abgeschalten und die Lebensmittel auf dem Balkon gelagern.

Bei längerer Abwesenheit den Kühlschrank leeren, abschalten und offen stehen lassen.

beleuchten

Im normalen Haushalt liegt der anteilige Stromverbrauch für die Beleuchtung bei etwa 10%. Hier lassen sich durch Energiesparlampen dann bis zu 80% und mit LED-Lampen bis etwa 99% einsparen. 

Den besten Wirkungsgrad haben LED-Lampen. Sie sind nicht nur sehr sparsam und langlebig, sondern sie ergeben oft die optimale Lösung für eine lokale Beleuchtung. Wird zum Beispiel die Computertastatur von oben beleuchtet, dann erhält man einen hellen und blendfreien Arbeitsplatz. In Taschenlampen sind sie unschlagbar. Auch zum gemütlichen lesen eines Buches sind sie ideal.

Muss ein großer Raum ausgeleuchtet werden, sollten Energiesparlampen zum Einsatz kommen.
Die alte Glühlampe können Sie langsam vergessen.

Wenn unbedingt Halogenlampen benutzt werden sollen, achten Sie darauf, dass der Trafo hinter dem Lichtschalter sitzt. Sonst arbeitet dieser Nonstop und wird warm, ohne dass es hell ist. Wenn es nicht unbedingt nötig ist, nehmen Sie die Lampe lieber eine Nummer kleiner und drehen den Lichtkegel direkter, als die Riesen-Deckenfluter mit 300 W, die dann doch zu dunkel sind.

Mit richtig geschalteten Bewegungsmeldern und Zeitschaltuhren kann man innen und außen gezielt Licht einsetzen und nutzen, ohne gleich große Strommengen zu verbrauchen.

Benutzen Sie eine Zeitschaltuhr oder einen Dämmerungsschalter um die Laufzeiten für Nachtbeleuchtung, Lichterketten und Weihnachtsbeleuchtung zu regulieren. Bei tausende von Lämpchen kommt schnell ein höher Verbrauch zusammen, besonders wenn am Tag nicht alles ausgeschaltet wird.

Benutzen Sie Solarlampen, wo es möglich ist. Besonders für die Außenbeleuchtung von Wegen,
Türen, Hausnummer usw. sind die LED-Lampen mit Sonnenenergie sinnvoll, denn es fallen keine
Kosten für die Stromleitungen an. Nur der Akku muss je nach Typ nach einiger Zeit gewechselt werden.

Unterhaltungselektronik

Benutzen Sie eine zweite Steckerleiste mit Schalter, für Geräte, die nicht immer in Bereitschaft (Stand-by) sein müssen.
Um den Standby-Verbrauch von TV, Video, Sat-Receiver, Stereoanlage, Computer, Drucker u.s.w. zu reduzieren und deren Lebensdauer zu verlängern, ist eine Steckerleiste mit Ausschalter empfehlenswert oder auch der Einsatz von einer Zeitschaltuhr. Die Sicherheit steigt mit dem totalen Ausschalten. Die Investitionen sind gering und die Einsparungen groß.

Benutzen Sie Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder wo es möglich ist.

Programmieren Sie elektronische Geräte, die eine solche Möglichkeit haben im Energiesparmodus oder aktivieren Sie die Auto-Power-Off-Funktion.

Schalten Sie Ladegeräte aus, wenn die Akkus voll geladen sind.
Achten Sie beim Kauf den nächsten Computers auf dessen Stromverbrauch.

Oft laufen mehrere Computer den ganzen Tag und es lohnt sich auf Notebooks um zu stellen. Ein durchschnittlicher Computer mit kleinem TFT-Flachbildschirm verbraucht etwa 100W. Ein 15"- Notebook benötigt etwa nur 40W. 

Die Röhrenmonitore mit ihren großen Energie- und Platzbedarf sollten gegen  TFT-Flachbildschirme gewechselt werden. Aber auch ein TFT-Monitor oder ein Flachbildfernseher sollte nicht größer sein, als unbedingt nötig, denn der Stromverbrauch steigt steigt linear mit der Bildschirmfläche an.


Stellen Sie ihren Comupterbildschirm so ein, daß er bei Nichtbenutzung automatisch nach etwa 10min auf dunkel schaltet und nicht auf den Bildschirmschoner, denn dieser schaltet die Lampe im Monitor nicht ab. Der Bildschrimschoner ist ein Relikt aus der Bildröhrenzeit um Einbrennungen zu vermeiden. 

Stellen Sie ihren Computer so ein, daß er bei Nichtbenutzung automatisch nach einer bestimmten Zeit in Standby oder Ruheposition geht. 

Elektronische Geräten mit einem Schaltnetzteil sind sparsamer als Geräte mit einem
Netztransformator.Man draußen eine Menge mit Solarstrom machen:


Bewegungsmelder, Außenleuchten, Garagentorantriebe, Hausnummerschilder, Gartenwegmarkierungen, u.s.w. sind sinnvolle Einsatzbereiche für diese Technik.

Wasser

Wer beim Wasser spart, reduziert meist auch automatisch den Energieverbrauch (Strom, Öl, Gas), da weniger Warmwasser verbraucht wird.

Duschen statt Baden spart Energie, aber erhöht die Luftfeuchtigkeitabgabe.

Beim Händewaschen, Rasieren, Zähneputzen, zwischendurch Wasser abstellen.

In den Wasserhahn oder Dusche einen Sparperlator einbauen. Achtung, hier gibt es große Unterschiede. einbauen. Dies reduziert anteilig den Wasserverbrauch um bis 50%.

Bauen Sie in die Toilettenspülung eine Stoptaste oder besser ein Gewicht ein, dann läuft die Spülung nur so lange, wie gedrückt wird und bringt ca. 40% Ersparnis.

Die Waschmaschine nur gut gefüllt und mit den geringst möglichen Temperaturen waschen lassen.

Die gute alte Wäscheleine statt eines Wäschetrockners benutzen. Falls doch ein Wäschetrockner benutzt wird nur gut geschleuderte Wäsche eingeben. 

Bei einem Haushalt mit mehreren Personen rentiert sich die Anschaffung einses Geschirrspülers.
Eine Handwäsche benötigt mehr Wasser und Energie als ein voller Geschirrspüler. 

Die Waschmaschine und den Geschirrspüler an das Warmwasser des Hauses anschließen, wenn diese
Bereitstellung günstiger ist. Besonders günstig wird es mit einer eigenen Solarthermieanlage oder Wärmepumpe.

Rasensprengen im Sommer ist völlig unnötig. Das meiste Wasser verdunstet, wenn tagsüber benässt wird und wenn es dann doch einmal vergessen wird, ist der Rasen bald wieder braun. Nach dem nächsten Regen erholt er sich wieder. Gerade in diesen Zeiten gibt es oft Wassermangel, so dass man hierauf unbedingt verzichten sollte.

Wenn doch, sammeln Sie vorher Ihr Regenwasser in Tonnen, Zisternen, u.s.w. und sorgen Sie dafür dass das Dachflächenwasser versickern kann und nicht in den Kanal läuft.

Wenn Sie einen Brunnen, Teich oder Bachlauf haben, betreiben Sie die Pumpe mit Solarstrom. Dies ist ungefährlich (12 V), einfach zu verlegen, spart Energie und arbeitet optimal mit dem Tagesablauf zusammen (morgens und abends schwächer, mittags stark), nachts aus -und der Nachbar kann schlafen. Ansonsten sollten diese Dinge nachts ausgeschaltet sein.

mobil

Auch beim Autofahren kann man viel Energie sparen.


links

http://www.stromeffizienz.de
http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/web
http://www.energienetz.de
http://www.initiative-energieeffizienz.de
http://www.nei-dt.de