Photovoltaik - Strom von der Sonne

Fällt Licht auf eine Solarzelle, entsteht eine elektrische Gleichspannung. Dieser Effekt verursacht kein Geräusch, keinen Geruch aber etwas Wärme, wenn die Energie entnommen wird. 

Trotzdem die Photovoltaik-Module jedem Wetter ausgesetzt sind, ist die Lebensdauer hoch und es wird oft eine Garantie von 20 Jahren gegeben.

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Prinzipbild einer Photovoltaikanlage mit Einspeisung

Die Gleichstrom-Energie wird in Wechselstrom umgewandelt und in das öffentliche Energie-Verbundnetz eingespeist und zu subventionierten Preisen teuer verkauft. Der selbst benötigte Strom wird zum aktuellen und niedrigeren Preis eingekauft. 

In kleinen Anlagen kann die Gleichspannung direkt genutzt werden. Zusätzlich ist ein Akkumulator als Speicher und ein elektronischer Laderegler zum Schutz des Akkumulators notwendig.

prinzip_inselanlage_photovoltaik

Die Gleichspannung kann mit einem elektronischen Spannungswandler auf 230V Wechselspannung 
transformiert werden um auch die normalen Netzverbraucher betreiben zu können. Leider bedeutet die
Transformation immer etwas Verlust. Wird für bewölktes und windiges Wetter zusätzlich ein Windgenerator angeschlossen erhält man eine autarke Energieversorgung die ganzjährig ein Haus versorgen kann.

Bitte nicht Solarstrom (Photovoltaik) mit Solarwärme (Solarthermie) verwechseln. Ein Solarmodul bezeichnet eine Baugruppe, welche die Sonnenenergie nutzt.  Mit der Solarenegie könnte neben Strom auch Wärme, Trinkwasser oder etwas anders erzeugt werden.  Wenn ein Modul zur Erzeugung elektrischer Energie gemeint ist sollte man es auch Photovoltaikmodul nennen.

Die Leistung von Photovoltaikmodule wird in Kilowatt peak (sprich: piek) (kWp) angegeben und bezieht sich auf die maximal erreichbare Leistung unter standardisierten Testbedingungen. Man benötigt je nach Wirkungsgrad der Photovoltaikmodule eine Fläche von etwa 8 m² für 1 kWp elektrischer Leistung.
Das bedeutet etwa 700 bis 1000 kWh im Jahr.  

Die Kosten einer kompletten Photovoltaikanlage betragen 2008 etwa 4000 € bis 5000 € pro kWp, je nach Größe, Produkt, Montage und Gestaltungswunsch.

Eine Photovoltaik-Solaranlage ist eine solide Kapitalanlage mit einer Rendite, die auf 20 Jahre gesetzlich gesichert ist. So ergibt eine Anlage in Deutschland, die eine Leistung von 1 kWp abgeben kann eine Rendite etwa von 300,- € bis 500,-€ im Jahr. Diese Daten wurden in den letzten Jahren von vielen vorhanden Anlagen in der Realität bestätigt. Eine nachgeführte  Anlage wird über 10% Rendite bringen. Für Zweifler, die befürchten, das vielleicht in einigen Jahren der Vertrag nicht eingehalten werden könnte, ist es beruhigend das der Preis für Strom vermutlich steigen wird. Selbst wenn niemand den selbst erzeugten Strom abkauft bleibt die Möglichkeit sich selbst zu versorgen.
Photovoltaik ist also eine relativ sichere Geldanlage die gleichzeitig sehr umweltfreundlich und politisch ist. An das Grundkapital kommt man aber nur wieder heran, wenn die Photovoltaikanlage verkauft oder weiter vermietet wird. Der Erlös wird aber nicht die investierte Summe erreichen.  Zusätzliche Verträge und Bedingungen könnten die Auslösung erschweren. Man muss sich also auf eine lange Nutzung einstellen. 
Bekommt man zum Beispiel für eine Investition in eine Photovoltaikanlage von 100,- Euro jedes Jahr 10,- ,
so benötigt man 20 Jahre um 287,- Euro zu erhalten, wenn man zusätzlich die jährlichen 10,- 19 mal mit 4% als Sparplan anlegt.  Legt man 100,- Euro für 20 Jahre mit 5,42% fest an kommt man auch auf 287,- Euro.
Das Risiko eines Ausfalls wegen, Blitzschlag, Hagel, Sturm, Wasser, Schnee, Vandalismus, Diebstahl, Feuer, Tiere und Technikausfall könnte je nach Bedingungen abgesichert werden.

Auf Grund der Knappheit von Grundmaterialien für die Herstellung der Photovoltaikmodule ist der Preis seit Jahren nicht gesunken. Das könnte sich vielleicht ab 2009 ändern, denn es wird weltweit immer mehr geforscht, investiert und produziert. Die staatliche Förderung für Neuanlagen wird vermutlich für die nächsten Jahr mehr als die angedachten 5% gesenkt werden. 

Genauere Daten für die Finanzierung sind unter Förderung zu finden.

Auf der Webseite http://www.sunnyweb.org/ertragsdaten.htm oder http://www.sonnenertrag.de/plz1.html sieht man die Erträge und Technik von bestehenden Anlagen von vielen Orten, so dass eine gute Vorhersage an einem bestimmten Ort über den Ertrag erbracht werden kann.
Es ist möglich auf dieser Seite die Daten seiner eigenen Anlage ins Web zu stellen. So kann man an jedem Internetanschluss der Welt die Funktion seiner Anlage beobachten. Außerdem hilft man Nachbarn bei der Ertragseinschätzung ihrer eigenen zukünftigen Fotovoltaikanlage.

Der Zenit der Sonne hat in unseren Breiten am längsten Tag im Jahr am 21.6. ein Winkel von etwa 64 Grad und am kürzesten Tag am 21.12. ein Winkel von etwa 18 Grad zur Erdoberfläche.

Die ideale Festmontage in unseren Breiten ist die Ausrichtung nach Süden mit einem Anstellwinkel zur  horizontalen Erdoberfläche von 30 Grad, also bei einem Sonnenstand von 60 Grad. Abweichungen von 10 Grad des Anstellwinkels und  von 45 Grad von der genauen Südrichtung gelten für die feste Montage noch als akzeptabel. 


Sonnenstand

Etwa 40%  mehr Energie wird aus Photovoltaikanlagen gewonnen, wenn sie der Sonne nachgeführt werden. Bei den aktuell hohen Preisen für die Photovoltaikpanele sollte unbedingt versucht werden eine nachgeführte Anlage zu montieren.
http://www.suntidetracer.de

Die Photovoltaikmodule können gleichzeitig andere Aufgaben für ein Haus übernehmen.
Wie zum Beispiel Schutz vor Wetter, Wärme, Sonne, Licht, Elektrosmog oder Schall. Auch ästhetische Aufgaben können einfließen. Wird zum Beispiel die Hausluft an kühlen Tagen unter den warmen Modulen angesaugt wird sie vorgewärmt und es kann Wärmeenergie gespart werden. An heißen Tagen kann die kühle Abluft aus dem Haus unter den Modulen ausgeblasen werden um die Energieausbeute der Photovoltaikmodule zu erhöhen.


Im Gegensatz zu Solarwärmeanlagen ist der Ertrag bei Solarstromanlagen in Bezug auf die Temperatur umgekehrt. Je wärmer das Photovoltaikmodul ist, um so weniger elektrische Leistung wird erzeugt.  Somit kann man an kalten Wintertagen mit reflektierenden Schnee unter Umständen um die Mittagszeit größere Leistungswerte messen als im Sommer.
Bei Bewölkung wird 5 bis 30% Energie erzeugt. Die neuen Dünnschichtmodule schneiden in diesen Punkten besser ab. Außerdem sind sie bei gleicher erzeugter Leistung billiger. Gegenüber den monokristallinen Photovoltaikmodulen benötigen sie für die gleiche erzeugte Leistung mehr Fäche und Gewicht. Der Standort sollte den ganzen Tag lang frei von Schatten sein. Besonders monokristalline Photovoltaikmodule verhindern bei der kleinsten Abschattung die Energieabgabe der gesamten Anlage.

Vor dem Bau einer Photovoltaikanlage sollte man sich gut informieren und mehrere Angebote einholen.
Es sind die Bedingungen der Energieeinspeisung mit dem örtlichen Energieversorger zu klären.
Vom örtlichen Bauamt sollte das ein Einverständnis vorliegen. Die Photovoltaikmodule bestehen hauptsächlich aus Glas und Metall und die Statik des Hauses muss dem Gewicht gewachsen sein.
Von schnellen Haustür- und Messegeschäften sollte man Abstand nehmen.

http://www.ise.fhg.de (Fraunhofer Institut Solare Energiesysteme, Freiburg)
http://www.infodienst.bwl.de (Stichwort- oder Volltextsuche: „Photovoltaik“)
http://www.solarenergie.com
http://www.mysolar.de

http://www.solarrechner.de
http://solarserver.de

http://www.solar-na-klar.de
http://www.solartechnikberater.de

http://www.solarcontact.de
http://www.solarportal24.de

http://www.solarinfo.de
http://www.solarpraxis.de

http://www.energieportal24.de
http://www.boxer99.de

Solarstrom auf allen Freiflächen?

Über 100 Freiflächenanlagen existieren derzeit in Deutschland, und der Investitionswille reißt weiterhin nicht ab. Noch immer locken Renditeversprechungen zahlreiche Investoren. Trotz einer geringeren Subventionierung der Photovoltaikanlagen auf Freiflächen und einer jährlicher Reduzierung der EEG-Einspeisevergütung von 6,5 % kann man anscheinend mit Solarstrom-Freiflächenanlagen noch genügend Geld verdienen. Jüngstes Beispiel: Im Jahr 2008 soll bei Leipzig eine 40 Megawatt-Solarstromanlage auf 220 Hektar (ca. 200 Fußballfelder!) eines stillgelegten Militärflughafens entstehen. In Lieberose sollen sogar 300 Hektar einen ehemaligen Truppenübungsplatz bedecken. 

Ganz klar - jede erzeugte Kilowattstunde Solarstrom verdrängt fossile und atomare Stromerzeugungstechniken. Trotzdem bleibt zu beklagen, dass unnötigerweise Flächen industrialisiert, technisiert oder sogar versiegelt werden. Unnötigerweise, denn es gibt einfache Alternativen: Dach- und Fassadenflächen auf Privathäusern, Industriegebäuden, öffentlichen Einrichtungen, Einkaufszentren, Stadien und Lärmschutzwänden liefern hinreichend Platz, Solarstrom zu erzeugen - und dies, ohne in Konkurrenz zum Naturschutz zu treten.

Leider werden Investoren noch immer Steine in den Weg geworfen, wenn es um größere Solarinstallationen auf fremden Dächern, auf städtischen Gebäuden und Industriehallen im Außenbereich geht. Probleme beim Netzanschluss, bei der Vereinbarung einer 20-jährigen Mietsicherheit und bei der Stromeinspeisung in ausgedehnte Hausnetze schrecken ab und führen letztendlich dazu, dass Dächer frei bleiben und Freiflächen belegt werden. Hier sind vor allem kommunale Entscheidungsträger in der Verantwortung, Investoren zu begleiten, damit mehr große Dachflächen mit Bürger-Solarstromanlagen belegt werden. Man sollte dabei aber nicht vergessen, das die Solarthermie einen größeren und effektiveren Anteil an der Energieerzeugung hat. Aus diesem Grund sollte man der solaren Wärmeerzeugung den Vortritt geben und wenn dann noch Platz und Geld vorhanden ist, die Dachfläche mit Photovoltaik belegen. Nur die komplexe Nutzung der Sonnenenergie bringt den Erfolg.

http://www.solarverein-berlin.de