Die fossilen Energieträger Öl, Kohle und Gas haben zwei wesentliche Nachteile: sie sind nicht unendlich verfügbar und ihre Verbrennung erzeugt klima- und umweltschädliche Emissionen - mit erheblichen Folgeschäden und -kosten. Auch Uran ist endlich und erzeugt gefährliche Abfälle. Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist darum nicht nur sinnvoll, sondern gesamtwirtschaftlich und für jeden einzelnen auch vorteilhaft. So wurde durch die Nutzung der erneuerbaren Energien im Jahr 2006 in Deutschland die Freisetzung von etwa
101 Millionen Tonnen des klimaschädlichen CO2 vermieden.
In Deutschland und der EU sollen erneuerbare Energien deshalb kräftig ausgebaut werden. Entsprechende Anstrengungen werden auch weltweit unternommen; Deutschland setzt sich intensiv dafür ein, dass dies weiter intensiviert wird.
Die Bundesrepublik hat sich deshalb im nationalen Klimaschutzprogramm vorgenommen, bis zur Mitte des Jahrhunderts die Hälfte des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken und hat im August 2007 Eckpunkte für ein integriertes Energie- und Klimaprogramm verabschiedet.
Erneuerbare Energien ist ein rasanter Wachstumsmarkt mit einem steigenden Bedarf an
Arbeitsplätzen. Die größten Arbeitgeber sind die Windenergieunternehmen gefolgt von
Solar- und Bioenergiefirmen.
Erneuerbare Energien können Deutschland unabhängiger von Brennstoffimporten machen.
Erneuerbare Energien können jedes Haus unabhängiger von teuren Energielieferungen machen.
Die Landesregierung informiert über das integrierte Klimaschutzmanagement (iKSM) für das
Land Brandenburg. Das iKSM soll zu einem politischen Steuerungsinstrument für den Klimaschutz im Land entwickelt werden.
Die finanziellen Belastungen der Gesellschaft werden steigen. Die bodennahe Lufttemperatur wird im globalen Mittel steigen und extreme Witterungserscheinungen werden die Folge sein. Die Auswirkungen werden in Ausmaß und Zeit veränderte Trocken- und Regenzeiten mit den entsprechenden Folgen, wie zum Beispiel Insektenplage, Überschwemmungen und Veränderung der Pflanzen- und Tierwelt sein.
Wie die Auseinandersetzung unserer Gesellschaft mit dem Phänomen der Klimaerwärmung erfolgt, ist vor allem eine politische Entscheidung.
Es darf nicht die augenblickliche politische Stimmung, sondern die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit der Maßstab sein.
Die Parteien, die sich dem Umweltschutz verpflichtet wissen, brauchen für ihre eigene Weiterentwicklung engagierte Denkanstöße.
Denken wir voraus, um das Mögliche zu erreichen.
Wichtig ist deshalb, dass die Forderung nach einer Umstellung der Energieversorgung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien nicht mehr aus der öffentlichen Diskussion kommt, denn wenn etwas nicht erneuerbar ist, wird es irgendwann nicht mehr vorhanden sein.
www.hwwi.org
Durch den
intelligenten Einsatz von Energie und erneuerbare Energien lässt
sich die Hälfte des globalen Energiebedarfs bis zum Jahr 2050
decken. Dies hat Greenpeace mit der Studie: Globale Energierevolution
- Ein Weg zur nachhaltigen Energiezukunft für die Welt
aufgezeigt. Die Studie zeigt, dass es ökonomisch machbar ist, in
den nächsten 43 Jahren die weltweiten CO2-Emissionen um fast 50
Prozent zu senken.
Die Studie
Long-Term integration of
renewable energies into the European energy system. ISDN
3-7908-1104-1 hält folgende Energieverteilung für möglich:

Quelle:
http://www.sfv.de
Etwa ein Drittel wird für den Wärmebedarf in
Gebäuden benötigt. Nochmal ein Drittel wird für
Transport und Verkehr und etwa ein Fünftel wird für
Prozesshitze benötigt. Nur etwa ein Fünftel wird für
Elektroenergie verbraucht.
Die Elektroenergie in Deutschland wurde 2006 etwa im folgenden Verhältinis erzeugt.
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46% |
aus Kohle |
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26% |
aus Kernenergie |
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10% |
aus Erdgas |
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6% |
aus alternative Energien |
Welche Möglichkeiten gibt es?
Energie die nicht benötigt wird, muss nicht erzeugt werden. Der wichtigste Punkt ist Verbesserung der Wärmeisolierung der Häuser und die Verringerung des Energieerbrauchs von Fahrzeugen. Der Stromverbrauch kann mit effizienten Geräten und einer sinnvollen Benutzung reduziert werden.
Der Energiebedarf muss durch einen Mix aus Sonne, Wind und Wasser in Verbindung mit Kraft-Wärmekopplung durch Biomasse und Geothermie langfristig, sauber und günstig erzeugt werden.
Die Sonne, etwa 10 Milliarden Jahre alt, ist mit Abstand die zuverlässigste, sicherste und günstigste Energiequelle unseres Universums.
Schon eine nur 700 x 700 km große Solar-Fläche in der Sahara könnte ausreichen, um den aktuellen Welt-Energiebedarf (113000 Milliarden kWh) zu decken.
Anders ausgedrückt: an einem einzigen Tag schickt die Sonne genug Energie zur Erde, um die Menschen das ganze Jahr über zu versorgen. Oder noch anders gesagt, auf einem Quadratmeter Fläche in Deutschland landet im Jahres eine Energiemenge zwischen 700 und 1200 kWh. Für 1000 kWh sind 100 Liter Öl notwendig! 100 Liter Öl kosten ......
Selbst an ganz schlechten Standorten auf der Welt werden noch etwa 500 kWh/qm im Jahr eingestrahlt. An den allerbesten Stellen, in Äquatornähe sind es sogar bis bis zu 2500 kWh.
Die südlich ausgerichteten Flächen deutscher Dächer würden ausreichen, dieses Land mit Wärme und Strom ganzjährig zu versorgen! Ganz egal, was irgendwelche Skeptiker sagen oder man durch Wetterkapriolen befürchtet. Die Technik ist dafür ausgereift und in wenigen Jahren reichen sogar geringere Flächen aus! Auch Wind ist letztlich Sonnenenergie. Nur Gezeitenkraftwerke sind „Mondenergie“
Ein größerer Anteil an erneuerbaren Energien verlangt ein besseres globales Energienetz, eine durchdachte Logistik und eine geringe Speicherung von Energie. Wird zum Beispiel durch eine Flaute ein Windkraftwerk stillgelegt, dann müssen andere Quellen die Versorgung aufrecht erhalten. Dann könnte die Energie von einem windigen Ort der Erde kommen oder der Überschuss an windigen Tagen wird mit einem Speicher gepuffert.
In Frankfurt(Oder) wurden folgende Sonnenscheindauer im Jahr festgestellt:
| 2001 | 1543 h |
| 2002 | 1662 h |
| 2003 | 1868 h |
| 2004 | 1697 h |