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Tja, wie bzw. wo fange ich bei meinem Bericht an? Vielleicht bei den Voraussetzungen für unser Projekt?...
Also ganz am Anfang lernte ich meine Chrissi kennen und lieben.
Wir zogen dann im Sommer 2008 zusammen. Da unser Wohnort funktechnisch sehr günstig etwas höher liegt mit den Frankfurter Fernsehtürmen (Ginnheimer Spargel sowie HR-Turm auf dem Feldberg/Ts.) in Sichtweite, hatten wir optimale Ausgangsbedingungen.
Klar, dass man hier darüber nachdenkt, was sich so alles antennentechnisch verwirklichen lässt....
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Der Fernsehturm auf dem Feldberg wird auf diesem Bild verdeckt durch die tannenspitze rechts im Bild.... Mittig zu sehen der Ginnheimer Spargel.
- Ausblick von unserem Balkon -
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Ich überlegte noch eine Weile hin und her, für welchen Beam wir uns nun entseheiden sollten. Manches scheiterte hier dann doch an der Grundstücksbreite, so dass die Wahl letztendlich auf den Optibeam OBW 10-5 fiel.
Zuerst wollten wir ja einen 10m Mast im Garten errichten, doch die etwas verhaltene Reaktion der Dame des Bauamtes, wie das denn wohl aussehen würde und dem Stadtbild zuträglich bzw. abträglich sei, machte uns bereits auf Diskussionen gefasst, die kein Mensch braucht.
Der Beam sollte nun aufs Dach, entschieden wir, 4 m Stahlmast waren noch vorhanden.
Der Beam wurde bei Tom (Optibeam) bestellt, jedoch machte dieser uns darauf aufmerksam, dass unsere Idee mit dem Dach nicht so dolle sei. Der Beam wäre bei unserer Masthöhe zu nah am Dach, was seine Abstrahlung negativ beeinflusse und der Beam nicht richtig funktionieren würde. Er müsse mind. 3 m über First hängen.
Mit Abspannung bedeutete das einen Mast von mind. 6 m, einen solchen konnten wir jedoch nicht weit genug ins Dach einspannen, also war diese Idee der Montagemöglichkeit gestorben. Ein Hummelmast musste her.
Im Garten ging nicht wegen der Bauamtsdiskussionen, somit kamen wir schon auf die Idee, den Mast durch Dach und Dachboden in unserem Flur zu fixieren, aber das hätte schon irgendwie seltsam ausgesehen.
Letztendlich dann die Lösung:
Der Mast kommt an die Hauswand, stehend auf unserer Dachterrasse, die durch den Ausbau des EG seinerzeit entstanden war. Der Mast selbst 9 m hoch, montiert auf dieser Terrase, käme somit auf ca. 12 m Höhe plus die Höhe des daran befindlichen eigentlichen Antennenmastes, würde die Antenne nun fast 13 m hoch hängen und wäre somit durch die seitliche Versetzung zum Dach (da Hauswandmontage) zwischen 3 bis 7 m über Dach bzw. First. Letztendlich könnte die Antenne so schön frei senden und empfangen.
Ergo wurde nun auch der 9 m Mast bei Firma Hummel bestellt mit Schlitten und Motor zum Rauf- und Runterfahren der Antenne.
Der Mast wurde mit zwei Wandhalterungen montiert, wobei wir bei beiden mit Gewindestangen durch die gesamte Hausaußenwand drangen und von innen mit Platten gegenkonterten:
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Eine Leiter wurde zwar kurzerhand schnell mit eingebaut, aber dieser Fehler wurde schnell bemerkt und korrigiert.
Schön stand er nun da... der Beam.... von unseren Nachbarn zuerst als überdimensionierte Wäschespinne diagnostiziert.
Kurz vor Weihnachten bauten wir dann auch den Schlitten und die Elemente des Mastes zusammen, wollten diesen auch noch am 23.12.08 aufstellen, was dann aber mangels Helfer und aufgrund der örtlich vorgegebenen Schwierigkeiten nicht durchzuführen war.
Ein doch recht unhandliches 9-m-Monstrum auf einem 7 mal 2,5 m großen Balkon zu drehen und aufzustellen, ohne dass es vom Balkon kippt oder ähnliches, dazu bedarf es doch ein paar versierten Helfern, die zupacken konnten.......
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Mast und Antenne waren Mitte November 2008 fertig und wurden von mir abgeholt.
<== Antenne und Mast in Einzelteilen auf unserem Balkon.....
Da lagen sie nun etwas über einen Monat auf unserem Balkon herum, da Zeit und Wetter einen Zusammenbau vorerst nicht ermöglichten.
Am 14.12.2008 machten sich Christiane und ich daran, den Beam im Garten aufzubauen. Das Ganze klappte aufgrund der ausführlichen Aufbauanleitung sehr gut.
Bewährt als Masthalterung hatte sich hierbei unser Wäschespinnenloch im Rasen.
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Der Mast wird hochkant gestellt und gedreht... Hierbei musste eine Dachgaube passiert werden. Beim Aufrichten fixierte ich vom Dach aus mit einem Seil, damit der Mast nicht wegkippen kann.
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Nun zog es sich wetterbedingt noch ein paar Wochen hin, was war einfach zu kalt und zu stürmisch....
An einem sonnigen, windstillen Tag war es soweit. Der Mast wurde aufgestellt, ein paar Kletteraktionen auf dem Dach waren zudem nötig, aber dann stand er und war mit der Hauswand verbunden.
Natürlich ging auch hier nicht alles glatt. Nach Fertigstellung mussten wir feststellen, dass das Drahtseil des Schlittens nicht richtig geführt war, was uns einige Nerven kostete, als wir mit Hilfe einer Wäscheleine, das Stahlseil entfernten und neu/richtig einfädelten. Wäre hierbei etwas schief gegangen, hätten wir den gesamten Mast wieder umlegen können... aber es ging alles glatt.
Der Mast war nun am Haus, der Schlitten fuhr hoch und runter, Rotor und Oberlager wurden montiert und funktionierten, der erste Probelauf mit Antennenmast durchgeführt... Nur die Antenne selbst stand noch in ihrem Wäschespinnenloch im Garten. Da empfing sie zwar auch ganz gut, aber eigentlich sollte sie dies einige Meter höher tun....
Einige schlaflose Nächte und Grübeleien mussten ertragen werden, viele Ideen wurden geboren und wieder verworfen, wie man denn Antenne und Mast zusammenbringen könnte. Es mussten hierzu eine Terrassenüberdachung, einige Höhenmeter, ein Balkongeländer und manch andere Widrigkeiten incl. Gartenbepflanzung überwunden und berücksichtigt werden.
Wie es sich für eine wahre Liebe gehört, brachten wir unsere “Liebenden” (Mast und Antenne) am Valentinstag, dem 14.02.09, zusammen. Hierzu nahmen wir den Beam teilweise wieder auseinander, entfernten die Peitschen, fixierten diese nebst den Drähten mittels Kabelbindern am Boomkreuz udn hievten das nun etwas kleinere Objekt auf und über die Terrasenüberdachung auf den Balkon.
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Von dort aus wurde das Kreuz nun in Regenrinnenhöhe an den Mast “geschlagen”. Hört sich einfach an, war aber für uns beide eine anstrengende und nicht einfache Aktion. Irgendwie hatte man immer mindestens eine Hand zu wenig.
Zuerst hatten wir gedacht, dass wir die Antenne soweit drehen könnten, dass wir die Antenne bequem vom Dach aus wieder zusammenbauen und spannen könnten.
Theorie gleicht nicht immer der Praxis... so auch hier. Von bequem keine Rede und drehen ließ sich das ganze montiert nicht so wie gewünscht, so dass wir vom Dach aus nur an eine Seite drankamen.
Wiedem folgten einige Tage und Nächte des Grübelns und Nachdenkens.
Sollten wir nun doch noch einen Kran oder Hebebühne benötigen?
Der Beam befand sich noch an einem 3 m Alumast. Bei all dem Aufwand, den wir trieben und treiben mussten, sollte es sich rentieren, so dass kurzerhand noch eine 2m-Kreuzyagi und eine für 70 cm erworben wurden, welche über den Beam an den Mast sollten.
Dies bedeutete eine Demontage des Beams, denn die 3 m Alu reichten hierfür nicht aus, es mussten die 4 m Stahl her.
Am Freitag, dem 13.03.09 kauften wir die UKW-Antennen, zusammengebaut haben wir die 2 m aber erst am 22.03., die 70 cm folgte am 31.03.09.
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Am 01.04.09 legten wir die Erdung für Mast und Antenne... Und das ist /war kein Aprilscherz. Das klappte besser als gedacht. Hier war der Zeitpunkt zum Versenken des 2m-Erdspießes gut gewählt gewesen.
Aufgrund der örtlichen Begebenheiten und der finanziellen Verhältnismäßigkeiten nahmen wir Abstand von Hebebühne / Kran / Hubschrauer und ähnlichen Dingen und kamen zu dem Schluss, dass ein Arbeitsgerüst, aufgestellt auf unserem Balkon mit bis zu 4 m Arbeitshöhe ausreichend sein müsste.
Ein solches wurde von uns auch am Ostersamstag, dem 11.04.09 ausgeliehen und aufgebaut.
Als das Gerüst schliesslich stand und wir uns die anstehende Arbeit betrachteten, kamen wir zu der Erkenntnis, dass die Arbeitshöhe so zu hoch aufgebaut sei und die entsprechende Plattform des Gerüstes circa einen Meter tiefer angebracht sein müsste. Da Christiane hier nun aufgrund ihrer Höhenangst streikte, riefen wir einen Freund an, der sogleich kam und mit mir das Gerüst umbaute.
Er blieb sogar noch länger, so dass der Beam und der 3 m-Alumast entfernt, der 4m-Stahlmast hierfür eingebaut und die beiden UKW-Kreuzyagis montiert werden konnten.
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Einige Tage später, dem 14.04.2009, übrigens dem 17. Geburtstag meines Stiefsohnes, der großzügig auf eine Party zugunsten des Antennenbaues verzichtete, ging es weiter.
Ein weiterer Kumpel reiste zur tatkräftigen Unterstützung an.
Der Beam, den wir zum Schutz nach dem Anbau der Yagis wieder an den Mast geschraubt hatten, wurde erstmal wieder demontiert, anschliessend vertikal durch Norbert vor unser Gerüst gehalten, damit Christiane und ich die Peitschen und Drähte der einen Seite lösen und die Peitschen in die entsprechenden Halterungen stecken konnten.
Norbert hielt dann den Beam mittig fest, Christiane fixierte/stabilisierte am anderen Ende und ich schob die Peitschenhalterung zum Spannen dieser Beam-Seite nach aussen. Dies ganze - wie gesagt - vertikal am Rande des Gerüstes. Leider haben wir von dieser Aktion keine Bilder, aber wir waren halt hierzu alle zu sehr “eingespannt”.
Das Ganze hört sich auch einfacher an, als es war, denn es war dann noch Millimeterarbeit, den Beam in die Horizontale zu bekommen und so zu drehen, dass er wieder am Mast montiert werden konnte. Die Abspannung, die bereits montiert werden musste, liess hier nicht viel Spielraum zu. Ein paar Mal dachten wir, dass das Projekt so nun doch nicht durchführbar sei, aber irgendwie haben wir es doch noch hinbekommen. Christiane half hier von aussen mittels Besen mit... ja... Besen... teilweise nutzten wir recht ungewöhnliche Hilfsmittel, besondere Begebenheiten erfordern oft fantasievolle und unübliche Aktionen.
Als die Antenne nun so halbfertig hing, dachten wir, dass das Schlimmste geschafft sei... dachten wir.
Natürlich ging auch hier wieder etwas schief:
Wir rissen nämlich beim Runterfahren des Schlittens erst einmal den Rotorstecker ab, so dass dieser erst wieder geötet werden musste, um die Antenne drehen zu können (Arbeit für den nächsten Tag).
Die Fummelei unter extremen Bedingungen ging ebenfalls weiter: Die Peitschen der dachgewandten Seite des Beams zu lösen und entsprechend den Vorgaben wieder zu montieren. Ich krabbelte auf unserem Dach herum, gesichert durch einen Sicherheitsgurt und Norbert....
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Norbert sicherte mich mit vollem Körpereinsatz (links im Bild)....
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Wiederum war es Millimeterarbeit, den Beam zu spannen, wobei die Antennenanlage hier abwechselnd mit den Spannarbeiten Stück für Stück höher gefahren werden musste, um eine Dachgaube zu passieren. Einige Hilfsmittel wie z. B. eine Leiter fürs Dach wurden beigeholt.
Aber am Abend war es dann endlich soweit. Im Sonnenuntergang auf dem Dach sitzend bewunderten wir unsere schönen Antennen, noch auf ihrer niedrigst möglichen Position, also nicht zum Mastende hochgefahren:
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Gartenansicht
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Am nächsten Tag lötete ich den Rotorstecker, jedoch war die Beschreibung spiegelverkehrt, so dass das Ganze nicht funktionierte - wie wir feststellen mussten.
Wir besorgten uns bei DIFONA die richtige Kabelbelegung, friemelten das Ganze mittels Lüsterklemmen im Shack Nähe Steuergerät um, dann drehte sich endlich auch wieder der Rotor.. das Ganze nahm aber auch einige Stunden in Anspruch.
Und letzendlich kam der GROSSE Augenblick.
Christiane hatte die Ehre, den Schlitten mitsamt Antennenkonstruktion nach oben zu fahren. Ich konnte/wollte zunächst nicht hinsehen. Und dann wurde unser “Vogel” in alle Richtungen einmal gedreht, da schlug das Funkamateurherz doch so einige Frequenzen schneller.
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Beam und Yagis hochgefahren und in voller Pracht
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Bis die Antennenkabel verlegt und an die Funkgeräte angeschlossen waren, dauerte es noch ein paar Tage, da Christiane und ihr Sohn terminmäßig dazwischen “funkten”... Sie hatten nämlich Lizenzprüfung, die sie bestanden.
Nun ja, aber nun sind wir alle qrv und der Bieberer Berg hat - wie unsere Nachbarn so schön meinten - nun auch eine Funkstelle...
Und anmerken müssen wir auch, dass sowohl der Mast als auch der Beam wirklich Maßarbeit waren. DIE Einzelteile liessen sich sehr gut zusammenbauen udn waren präzise angefertigt.
Besonders bedanken möchte ich mich bei Jörg und Norbert, die uns beim Aufbau von Mast und Antennen wirklich tatkräftig unterstützten.
Auch Firma Hummel und Tom von Optibeam gilt unser Dank für die fachliche Beratung und Hilfe bei der Realisierung unseres Projektes. Durch die präzise Maßarbeit der Teile war es ein Vergnügen, Mast und Antenne aufzubauen.
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Es ist vollbracht.....
die Antenne und der Mast stehen
Man(n) ist glücklich.
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