Mein Profil

Ende der 50er hörte ich in meinem ersten selbstgebauten 0V1 auf 80 m den DJ7IT (Willi) portabel aus dem Mattlerbusch in Duisburg-Hamborn ein AM-QSO fahren. Mit dem Fahrrad bin ich dort hingefahren um mir mal einen Funkamateur aus der Nähe anzusehen. Willi saß da mitten im Park, hatte eine alte US-Militärstation mit Peitschenantenne und mehreren schweren LKW-Akkus aufgebaut und fuhr seine Sonntagsmorgen-80m-Runde. Willi war Mitglied im Meidericher DARC L01 und es war klar, daß er mich dorthin mitnahm. Das Clubheim von L01 war damals ein Gartenhaus hinter einer Meidericher Kneipe. Die braunschen Röhren und die Buletten gingen dadurch nie aus.

erster gekaufter RX, Jennen-Trio 9R4J
erstes Gebraucht-Auto, 1961, Opel

Ende der 50er Anfang der 60 Jahre wurde noch viel selbstgebaut und das aus Teilen die man sich zusammensuchte. In der Zeit habe ich mir noch die Nase an Schaufenstern von Radio-Fern in Essen oder Radio-Arlt in Düsseldorf platt gedrückt - dort gab es Drehkos, Görler  Spulenrevolver, Geloso Kurzwellen-Konverter mit Skala, keramische- und Trolitul- Spulenkörper usw. Dann gab es die ersten Bauteilkataloge, z.B. von Radio-RIM in München und die ersten Bausätze von Heathkit zu kaufen. Ich erstand dann das erste kommerzielle Gerät, einen 9R4J von Jennen (später Trio) ein Röhrenempfänger von 0,5 bis 30 Mhz   siehe links

der-L01 Werbeträger vin hinten ...

zum Vergrößern der Bilder .... Bild  anklicken

Anfang der 60er Jahre konnte ich mir mit 18 Jahren für einige Hundert Mark das erste Auto, einen uralten Opel kaufen. Beim nächsten Kontest von L01 wurde er zum Werbeträger für L01, siehe linkes Foto

Nach dem ersten Auto (oder mit ihm ?) gabs auf einmal noch ein anderes Hobby, ja wie es so ist, die Mädchen. Das Radiobasteln, der Amateurfunk geriet zunehment ins Hintertreffen. Irgendwann geheiratet. Irgendwann auch Nachwuchs bekommen. Den Beruf stärker aktiviert. Über mehrere Jahre Funk- und Bastelpause. Inzwischen QTH-Wechsel in die Nähe von Wesel. Damit Mitglied im OV Wesel, L23. Als wieder etwas Ruhe einkehrte wurden wieder Bastelkram hervorgeholt und 1971 machte ich in Düsseldorf bei der OPD die Prüfung zur C-Lizens und bekam das Call DC4JG. Mein QTH war inzwischen das Dorf Mehr, zwischen Rees und Wesel. Nachdem ich auf 2 m in SSB, mit einigem Power, sämtliche TV-Geräte lahmgelegt hatte war wieder ein QTH-Wechsel angesagt. Die Dorfbewohner hatten mit Prügel gedroht.

Funkraum im Hochhaus, aufgenommen vom SWL Dieter, jetzt DL8DL
Ausblick vom Hochhaus

Wieder direkt in Wesel, bekam ich die oberste Wohnung in einem Hochhaus. Direkt an den Aue-Wiesen zum Rhein. Ein Traum für einen UKW-Mann wie DC4JG. Von 2 m bis 13 cm wurde hier alles aktiviert. Hier habe ich es auch lange ausgehalten. Links mein Shak und ein Blick vom Flachdach auf die Auewiesen.

So nach weiteren 10 bis 15 Jahren erneuter QTH-Wechsel innerhalb von Wesel, in die eige- nen 4-Wände. Kurz darauf, jetzt war ich schon 45, meinte ich, wenn ich mich jetzt nicht selbstständig mache, dann nie mehr. Gesagt getan. Au verdammt, von jetzt an hatte ich keine Zeit mehr für´s Hobby. Hm, schlecht gelaufen. Heute, nach weiteren 15 Jahren Hobby-Pause, sitze ich hier, mache diese Seite und denk schon mal ab und an daran, teilweise die Funksachen aus dem Keller zu holen oder mir das eine oder andere zu kaufen oder bei eBay zu ersteigern, hi. Na mal sehen  ......