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DG9MAQ
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DARC OV Schmuttertal DOK T20
VFDB Augsburg DOK Z30
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My QTH - Augsburg - JN58LJ
Augsburg is more than 2000 Years old
Here live about 267 000 Peoples
Largest Dimension 23 x 14,5 km
Highest Building: Hotelturm 107 m
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Die Geschichte Augsburgs
Vorgeschichte Augsburgs
Seit der
mittleren Steinzeit, also seit ca. 8000 Jahren v. Chr., siedelten in dem Gebiet
um Augsburg die ersten Menschen. Aus dem 5. Jahrtausend v. Chr. stammten Funde
der frühneolithischen Kultur der Linearbandkeramiker aus Inningen. Und aus der
Hallstattzeit (ca. 730 - 500 v. Chr.) sind zahlreiche Funde
überliefert.
Die Römerzeit
Im Jahre 15 v.
Chr. unterwarfen Drusus und Tiberius, die Stiefsöhne des Kaisers Augustus, die
nördlich der Alpen liegenden Rätier und Vindeliker. Im heutigen Augsburg
Oberhausen entstand ein Militärlager. Dieses Datum gilt als Beginn der
Augsburger Stadtgeschichte. Im 1. Jhdt. n. Chr. entwickelte sich eine
Zivilsiedlung: Augusta Vindelicum. Dieser Ort wurde möglicherweise schon
unter Kaiser Hadrian (117 - 138), spätestens aber unter seinem Nachfolger
Antonius Pius (138 - 161) zum Municipium erhoben. Als Hauptstadt der römischen
Provinz Raetia entwickelte sich Augsburg zu einer größeren Stadt, die eine
Fläche von 65 ha umfaßte. Mit den Alemanneneinbrüchen 260 - 275 n. Chr. und
den sie begleitenden Zerstörungen begann eine langanhaltende Krisenzeit. Nur im
Umkreis christlicher Stätten setzte sich die Besiedlung fort, so um das Grab der
304 in Augsburg getöteten Märtyrerin Afra. Der Dichter Venantius Fortunatus
bezeugte den Afra - Kult um 565. Möglicherwiese war Augsburg bereits in der
Spätantike Bischofssitz. Die historisch gesicherte Amtsfolge der Bischöfe
beginnt 738 mit Wikterp.
Die Bischofsstadt
An der Stelle des heutigen Doms wurde 807 eine Kathedralkirche
geweiht.
Der Dom und die um ihn entstandene Siedlung wurden von Bischof
Ulrich (923 - 973) 955 gegen die Ungarn verteidigt, die daraufhin von Kaiser
Otto dem Großen in der Schlacht auf dem Lechfeld besiegt wurden. Kaiser
Friedrich 1. Barbarossa gab der Bürgerstadt 1156 eine Stadtrechtsurkunde, in der
die Rechte der bischöflichen Stadtherren eingeschränkt wurden. 1250 erzwangen
die Bürger in einem Aufstand gegen den Bischof die Hoheit über die
Stadtbefestigung und das Besteuerungsrecht. Mit dem König Rudolf von Habsburg
1276 bestätigten großen Stadtrechtsbuch erfolgte ein weiterer Schritt zur
Unabhängigkeit von der geistlichen Herrschaft. 1316 wurde Augsburg, das bereits
eine Selbstverwaltung aufgebaut hatte und über weitreichende Handelsverbindungen
verfügte, zur Reichsstadt. Der Bischof blieb weiter in der Stadt ansässig. Das
Kloster St. Ulrich und Afra erlangte 1323 die
Reichsunmittelbarkeit.
Die Bütezeit der Reichsstadt
In einem Aufstand erreichten 1368 die Zünfte die
Beteiligung am Stadtregiment, das fortan von Patriziern, Kaufleuten und
Zunftvertretern getragen wurde. Neben dem Textilgewerbe und der Gold- und
Silberschmiedekunst wurde der Handel zur Grundlage des städtischen Wohlstandes.
Vor allem durch die Handelshäuser der Fugger und Welser wurde Augsburg "zu einer
Weltstadt oder doch zu einem Hebel der Weltgeschichte" (Theodeor Heuss). Die
Beteiligung der Augsburger Kaufleute und Bankiers am im 15 Jhdt. aufkommenden
Tiroler Silber- und Kupferbergbau stand am Anfang der Entwicklung der Stadt zur
Wirtschafsmetropole der beginnenden Neuzeit. Jakob Fugger (1459 - 1525), der
Reiche, verband das Engagement im Bergbau (Tirol, Kärnten, Ungarn und Spanien)
mit Überseegeschäften und gezielten politischen Darlehen und Unterstützungen,
die dem Hause Habsburg und der römischen Kirche zugute kamen. Die Welser
erhielten für ihre finanziellen Hilfen 1528 von Kaiser Karl 5. das Ein- und
Ausfuhrmonopol für Venezuela, das sie bis 1556 als erste deutsche Kolonie in
Bestiz hatten. Die Firma der Welser brach 1614 infolge des spanischen
Staatsbankrotts zusammen. Von den Konkursen der habsburgischen Gläubiger wurden
auch die Fugger betroffen. Sie waren 1530 in den Reichsgrafenstand erhoben
worden und hatten den Schewrpunkt ihrer Aktivitäten zunehmend auf den Ausbau
ihrer Besitzungen in Schwaben verlegt. Auf dem Augsburger Reichstag von 1530
wurde dem Kaiser die Confessia Augustana, die Bekenntnisschrift der Lutheraner,
übergeben. In der Stadt selbst wurde die Reformation 1534 - 1537
durchgesetzt.
Nach der Niederlage der Protestanten im Schmalkaldischen Krieg,
an dem auch Augsburg teilgenommen hatte, führte Karl 5. 1547/48 den Bischof
zurück und setzte eine neue, patrizisch bestimmte Verfassung durch.
1555
fand in Augsburg ein weiterer Reichstag statt, auf dem der Religionsfrieden,
d.h. die Gleichstellung von Lutheranern und Katholiken, beschlossen wurde. Im
ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jhdt. erhielt Augsburg durch zahlreiche
Renaissancebauten, insbesondere durch die des seit 1602 tätigen Stadtbaumeisters
Elias Holl (1573 - 1646) ein neues Stadtbild.
Krise und Ende der Reichsstadt
Der Dreißigjährige Krieg ließ die
große wirtschaftliche und politische Bedeutung Augsburgs erlöschen. Die Stadt
verlor fast zwei Drittel ihrer Bevölkerung, erlebte einen häufigen Wechsel von
Besatzung, Herrschaft und Konfession. Im Westfälischen Frieden wurde 1648
"Augsburger Parität", das Gleichgewicht von Lutheranern und Katholiken,
festgeschrieben.
Im 18. Jhdt. war Augsburg ein wichtiger Platz für das Bank-
und Wechselgeschäft und wie in früheren Jahrhunderten ein Mittelpunkt des
Kunstgewerbes. Unruhen der Weber gegen die Patrizierherrschaft wurden 1784 und
1794 unterdrückt. Durch die Säkularisation 1803 erhielt die Stadt den
bischöflichen Besitz innerhalb der Mauern und das Reichsstift St. Ulrich und
Afra. Bereits zwei Jahre später, im Preßburger Frieden, wurde Augsburg Bayern
zugesprochen. 1806 wurde die Reichsstadt bayerisch.
19. und 20. Jahrhundert
Augsburg
entwickelte sich rasch zur Industriestadt. Schon 1772 hatte Johann Heinrich von
Schüle eine Kattunmanufaktur eingerichtet, in der mehrere hundert Beschäftigte
tätig waren. Das Bauwerk blieb erhalten und gilt als eine der ältesten
Fabrikanlagen Europas. Im 19. Jhdt. wurde neben dem Textilgewerbe der
Maschinenbau zunehmend wichtiger; 1840 entstand das Stammwerk der
Maschinenfabrik Augsburg - Nürnberg Aktiengesellschaft (M.A.N. AG). Augsburg
entwickelte sich bis zum Ersten Weltkrieg zur Großstadt. Nach dem Zweiten
Weltkrieg, in dem vor allem die östliche Unterstadt zerstört wurde, wurde es zur
Viertelmillionenstadt. 1958 wurde eine pädagogische Hochschule, 1970 die
Universität errichtet.
1972 war Augsburg neben München und Kiel
Olympiastadt: Auf der Strecke am Hochablass und Eiskanal fanden Wettbewerbe im
Kanuslalom statt.
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