Der grosse Holzhammer 2009                          30.6.09 

Als der mit feinem Zwirn verkleidete Laudator DJ6AN die launige Seite eins seiner Rede hinter sich hatte und zur Sache kam, das Ehrenamt als solches und insbesondere das der Feuerwehren streifte war ich noch arglos. Jäh holzhämmerte es mich jedoch in die Gegenwart als von einem 1939 in Franken geborenen Menschen gesprochen wurde, der wegen seiner Meriten um den Amateurfunk dieses Jahr mit diesem Aufmunterungswerkzeug zu bedenken sei.
Meine Verblüffung war echt und doch gesellten sich gleich Gefühle wie Freude und Stolz dazu. Sprachlosigkeit gehört nicht zu meinen hervorstechenden Tugenden, aber es gibt Situationen wo......Naja, dies war eine solche.
Aber laßt uns ein paar Monate zurückblenden. Da überraschte mich die beste Ehefrau der Welt mit einem Nebensatz dergestalt, dass DJ0VZ angerufen habe, wir zum Sommerfest bei G22 eingeladen sind und sie schon mal zusagte..
Unglaublich, dass Jemand der doch sonst allen Amateurfunktreffen mit gehöriger Skepsis gegenübersteht und oftmals in den vergangenen 45 Jahren fast zu solchen Veranstaltungen geprügelt werden mußte, auf seine alten Tage zur Freiwilligkeit gefunden hat. Na Klasse, diesmal durfte ich alte Freunde treffen ohne erst alle Bedenken ausräumen zu müssen. Dass wir als Nebenprodukt auch gleich noch den Eifelsteig zum Wandern für ein paar Tage in die Planung einbeziehen konnten, rundete die Vorfreude bei mir ab. Wer es vergessen haben sollte: Es gibt auch ein Leben neben dem Amateurfunk und bei mir wird das zu einem guten Teil mit Reisen, Wanderungen, Kultur und Natur belebt.
Die Wochen vergingen und eigentlich hätte ich noch zwei Mal argwöhnisch sein sollen. Warum riefen denn unsere Gastgeber an um sich zu vergewissern, dass wir auch wirklich pünktlich zum Sommerfest kommen würden. Die kennen uns doch nun auch schon seit 1972 und wissen, dass der Spruch aus Kindertagen bis dato Gültigkeit hat: "Versprochen ist versprochen!"
Der Wettergott war gegenüber G22 am Sonntag den 21.6.  vertragsbrüchig geworden und hatte den Tag des Sommeranfangs mit dem Beginn der Regenzeit verwechselt.
Ich hatte im Ohr, dass es dortselbst eine Hütte gibt. Ausgerüstet mit Wintersocken und Regenbekleidung wird ein Sommerfest schon nicht entgleiten, wenn denn genug zu Essen und flüssige Nahrung vorhanden sind.
Elf Uhr ist auch nicht mehr das was es mal war, denn da sollten wir uns eigentlich einfinden. Dass dann schon Kaffeezeit war als wir vor Ort ankamen ist besonderen Umständen zu verdanken über die ich an dieser Stelle den Mantel des Schweigens ausbreiten möchte.
Wie ich heute weiß, taten alle anwesenden G22er so, als wüßten sie nicht wer ich bin und sie müßten in diesem oder jenem Gedächtnis kramen ob mein Call schon ihr Logbuch ziert. Egal. Es gab auch ein Zweitbier und die Küche darf getrost in die Rubrik weit über Durchschnitt eingereiht werden. Im Geiste habe ich schon deswegen das nächste Sommerfest gebucht und auch gleich bei Petrus dafür Sonne bestellt.
Dass der OVV ein paar Begrüßungsworte sprach hielt ich noch für normal. Dass er uns Franken als Gäste begrüßte ging gerade noch durch, dass er sich unsere Vornamen behalten hatte, schrieb ich seinem guten Gedächtnis zugute.
Nach seinen Worten setzte sich DJ6AN, das ist der mit dem Vorjahresholzhammer, in Szene und womit das endete kann man zu Beginn dieses Berichtchens rekapitulieren.



Sommerfestbilder gibt es hier
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