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Umgebauter EKD 111. Anstelle des originalen dekadischen Frequenzwahlschalters wurde eine Anfang der 90iger Jahre vertriebene Baugruppe eingebaut, bei der die Frequenz mittels Drehimpulsgeber eingegeben und 7-stellig angezeigt wird. Mit dem Drehschalter rechts neben der Anzeige kann die zu verändernde Stelle ausgewählt werden, im Bild erfolgt die Abstimmung in 100-Hz-Schritten (LED über der 100-Hz-Stelle). [Anmerkung: Ich habe keinerlei Unterlagen über diese Baugruppe (Schaltbild o.ä.)!]
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Der Allwellenempfänger EKD 100 empfängt im Frequenzbereich zwischen 14 kHz bis 29,99999 MHz die Sendearten A1 Telegrafie - Tastung des unmodulierten Trägers A2 Telegrafie - Tastung des modulierten Trägers A3 Telefonie - Zweiseitenband mit vollem Träger A4 Bildfunk/Faksimile - ampitudenmoduliert A3J Telefonie - Einseitenband mit unterdrücktem Träger A3A Telefonie - Einseitenband mit reduziertem Träger A3H Telefonie - Einseitenband mit vollem Träger A3Bj Telefonie - 2 voneinander unabhängige Seitenbandinformationen mit unterdrücktem Träger A3Ba Telefonie - 2 voneinander unabhängige Seitenbandinformationen mit reduziertem Träger F1 Telegrafie - Frequenzumtastung F4 Bildfunk/Faksimile - frequenzmoduliert
Die Frequenzeinstellung erfolgt dekadisch in 10-Hz-Schritten mit einem Frequenzwahlschalter - der Rx ist daher im Gegensatz zum Nachfolger EKD 300 weniger als Suchempfänger geeignet (deshalb auch mein Umbau). Der EKD 100 ist ein Doppelsuperhet mit einer ersten ZF von 70,2 Mhz, die zweite Zwischenfrequenz beträgt 200 kHz. Die Selektion auf der ersten ZF übernimmt ein monolithisches Quarzfilter mit einer Bandbreite von 16 kHz, in der ZF von 200 kHz sind 8 flankensteile magneto-mechanische Filter eingesetzt.
Technische Daten:
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Frequenzbereich
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14 kHz ... 30 MHz
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Frequenzeinstellung
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dekadisch in 10 Hz-Schritten
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Frequenzkonstanz
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besser als 5 x 10-7 im Temperaturbereich -10 °C ... +50 °C nach 15 min Einlaufzeit
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Betriebsarten
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A1, A2, A2H, A3, A3H, A4, A3A, A3J, A3Ba, A3Bj, F1 (Δf = 100 ... 800 Hz), F4, F6 mit Zusatzgerät
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Bandbreiten (Hz)
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± 50, ± 250, ± 700, ± 1500, ± 3000, + 2700, wahlweise + 3400, - 3400 (EKD 111) oder + 6000, - 6000 (EKD 112)
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Empfindlichkeit (Eingangsspannung an Antennenbuchse)
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für fE 14 kHz bis < 150 kHz: A1 - 10 µV (B = ± 50 Hz, (S+N)/N = 10 dB) für fE 150 kHz ... 30 MHz: A1 - ≤ 1 µV (B = ± 50 Hz, (S+N)/N = 10 dB) A3J - ≤ 3 µV (B = 2,7 kHz, (S+N)/N = 20 dB) A3 - ≤ 15 µV (B = ± 3 kHz, (S+N)/N = 20 dB)
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Eingangswiderstand
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ca. 75 Ohm unsymmetrisch
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Eingangsschutz
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für EMK ≤ 30 V zerstörungsfreier Schutz, für EMK ≥ 30V bis 100 V Schutz durch auswechselbare Glühlampe
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Vorselektor
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14 kHz ... 500 kHz (Tiefpaß) 500 kHz ... 1500 kHz (Bandpaß) 1,5 ... 24 MHz (12 Unterbereiche mit Suboktav-Filtern) 24 ... MHz ... 30 MHz (Hochpaß)
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Spiegelfrequenzselektion
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≥ 80 dB
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Zu den Empfindlichkeitsangaben ist festzustellen, daß sich in den mir zu Verfügung stehenden Quellen unterschiedliche Angaben finden. Bei einer meßtechnischen Prüfung wurden an einem EKD 300 im Bereich 150 kHz ... 30 MHz in der Betriebsart A1A (B = ± 50 Hz) bei einem SNR von 3 dB eine Empfindlichkeit von -133 dBm, bei 10 dB von -124 dBm und bei 20 dB von -114 dBm gemessen. [-107 dBm = 1 µV an 50 Ohm oder 2 µV EMK.] Für SSB (B = 2,7 kHz) ergab sich bei einem SNR von 3 dB -121 dBm, bei 10 dB -111 dBm, bei 20 dB -103 dBm.
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Der Allwellenempfänger “EKD 100” wurde als Tischgerät in einem Leichmetallgehäuse (EKD 111/112 - Typ 1340.38 A1 bzw. A2) als auch als gehäuselose Variante für den Gestelleinbau (EKD 101/102/121 Typ 1340.37 A1, A2 und A21) gebaut. In meinem EKD 111 (Typenschild auf dem Gehäuse) steckt ein EKD 101 (Typenschild im inneren, auf dem Netzteilblock):
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Die Varianten unterscheiden sich durch die Nennbandbreite der eingesetzten mechanischen Einseitenbandfilter für den Empfang von Signalen mit zwei voneinander unabhängigen Seitenband-Informationen mit reduziertem (A3Ba) bzw. unterdrücktem (A3Bj) Träger, beim EKD101/111/121 beträgt sie +/- 300 ... 3400 Hz, beim EKD 102/102 +/- 250 ... 6000 Hz.
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Bandbreiten- und Betriebsartenwahlschalter
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Mit dem linken Drehschalter wird in den 7 verschiedenen Stellungen die ZF-Durchlaßbandbreite des Grundkanals “TFA” ausgewählt (100 Hz - 500 Hz - 1,4 kHz - 3 kHz - 6 kHz - +2,7 kHz - +3,4 kHz). Die Bandbreite des Kanals “TFB” (unteres Seitenband) ist nicht umschaltbar und beträgt beim EKD 101/111 -3,4 kHz. Mit dem rechten Schalter erfolgt in 9 Stellungen die Auswahl der Sendeart:
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A1A
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A1 - ampiltudengetastetes unmoduliertes Trägersignal Tonhöhe einstellbar, NF-Ausgang TFA
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A3E
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A3 - Hüllkurvendemodulation von Zweiseitenbandsendungen (A2, A3, A4, A2H, A3H), NF-Ausgang TFA
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R3E
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A3A - Einseitenband-Sendungen mit Trägerrestübertragung für frequenzgetreue Demodulation der Seitenbandfrequenzen NF-Ausgang TFA
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J3E
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A3J - Einseitenband-Sendungen mit unterdrücktem Träger (A2J, A3J, A4J, A7J); NF-Ausgang “TFA” (oberes Seitenband)
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Br8E
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A3Ba - Sendungen mit zwei voneinander unabhängigen Seitenband-Informationen und Trägerrestübertragung für frequenzgetreue Demodulation der Seitenbandfrequenzen (A3Ba, A9A) NF-Ausgang “TFA” für oberes, “TFB” für unteres Seitenband
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B8E
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A3Bj - Sendungen mit zwei voneinander unabhängigen Seitenband-Informationen und unterdrücktem Träger (A3Bj, A9J) NF-Ausgang “TFA” für oberes, “TFB” für unteres Seitenband
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0, ...
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Abstimm- und Ruhestellung, Impulsumkehr bei Fernschreibbetrieb (F1) bzw. Schwarz-Weiß-Vertauschung bei Faksimile/Bildfunk (F4)
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Vereinfacht ausgedrückt: CW wird in der Stellung A1A, AM bei A3E (oder auch Br8E mit Möglichkeit der Auswahl des ungestörten Seitenbandes) und SSB bei J3E (USB, 2,7 und 3,4 kHz Bandbreite) oder B8E (USB oder LSB) empfangen. Im unteren Seitenband ausgesendete SSB-Signale (LSB - wichtig für Amateurfunk) werden mit einer Bandbreite von 3,4 kHz (EKD 111) in der Stellung B8E empfangen.
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Ansicht der sieben mechanischen Filter des Kanals TFA in der 200-kHz-ZF der Kassette “Signalweg 2”.
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Quellen
Einseitenband-Kurzwellenempfänger EKD 111/112. [Prospekt]. Berlin: VEB Funkwerk Köpenick o.J [1975]. Download bei “Raupenhaus”. URL: http://raupenhaus.de/down/load.php
Einseitenband-Kurzwellenempfänger EKD 111/112. [Prospekt]. Berlin: VEB Funkwerk Köpenick o.J [1977]. Download bei “Raupenhaus”. URL: http://raupenhaus.de/down/load.php.
Erzeugnisunterlage Empfänger EKD 100. Ausgabe 3/1976. Berlin: VEB Funkwerk Köpenick. 71 Seiten.
Reparaturanleitung Empfänger EKD. Typenreihen EKD 100 und EKD 300. Ausgabe 7/1984. Berlin: VEB Funkwerk Köpenick. 157 Seiten.
Die bis auf eine Baugruppe (Frequenzeingabe) identischen Schaltbilder für den EKD100/300 findet man bei Iven, DL6IM unter http://www.mydarc.de/dl6lim/ekd300.html .
H. Busch: Der Allwellen-RX EKD 100. URL: http://www.seefunknetz.de/ekd100.htm
(c) Lutz Höll 2007 Letzte Änderung 16.09.2010
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