Noch in Bearbeitung!
Da in unserem Wohnbezirk oft ein relativ hoher Störpegel herrscht, der leise DX-Stationen auf den höheren Bändern überdecken kann, bin ich dabei, eine breitbandige magnetische Empfangsantenne zu bauen. Die Hardware ist in einem ersten Ausbauzustand fertig. Im Moment handelt es sich um eine geschirmte Schleife aus Koaxialkabel, die unsymmetrisch an einen zweistufigen Verstärker angeschlossen ist, der eine niedrige Eingangsimpedanz aufweist. Die Antenne ist breitbandig, wird also nicht kapazitiv abgestimmt.

Die Antenne hat einen Durchmesser von etwa 85 cm, sie ist in 1,8 m Höhe auf einem Glasfibermast montiert, der mit einem Billigrotor gedreht werden kann. Die Befestigung ist weitgehend - bis auf die Schrauben - mit Kunststoffteilen realisiert.

Der Mast steht auf einer Granitplatte, die in den Rasen eingelassen ist - die Windlast ist minimal und man braucht nicht betonieren.

Unterhalb des Rotors wird der Mast mit einem Alurahmen am Gartenhaus befestigt. Das Gartenhaus steht in etwa 10 m Entfernung vom Wohnhaus.

Das Koaxialkabel und das Steuerkabel für den Rotor werden in einem Kabelkanal unter dem Rasen ins Wohnhaus und dort in den Shack geführt. Die DC-Versorgung für den Verstärker erfolgt über das Koaxkabel.

Der erste provisorische Aufbau des Verstärkers; zwischenzeitlich gemäß Schaltung unten modifiziert.
Der Verstärker hat eine Eingangsimpedanz von etwa 3 Ohm und eine Verstärkung von etwas mehr als 40 dB (3 Ohm/ 50 Ohm). Die ersten Erfahrungen sind interessant: Im Vergleich zur Sendeantenne (dicker Dipol) sind die Signale auf den unteren Bändern etwa 1 S-Stufe schwächer. Auf 80 m ist der Signal/Störabstand identisch! - auf den höheren Bändern (bereits ab 40 m) aber um bis zu 5 S-Stufen besser!

Das ist die aktuelle Verstärkerschaltung. Die 1. Stufe ist eine Basisschaltung mit sehr niedriger Impedanz in den Emitter. Die 2. Stufe ist eine Emitterschaltung mit hoher Verstärkung, Gegenkopplung und hohem Interzeptpunkt. Zwischen den beiden Stufen ist ein Tiefpass angeordnet, der die Übersteuerung der 2. Stufe auf UKW-Frequenzen verhindern soll. Es ist nicht sinnvoll, den Gesamtstrom über die Kollektorwicklung der 2. Stufe fließen zu lassen, da dadurch der Kern in die Sättigung gerät und die untere Grenzfrequenz ansteigt. Das führt zu geringerer Gesamtverstärkung auf den tiefen Frequenzen. Abhilfe: Größerer Kern.

Mit dieser Schaltung wird im Shack ausgewählt, ob man für Sendung und Empfang dieselbe (Sende-)Antenne verwenden möchte oder diese nur im Sendefall und für Empfang die aktive Magnetantenne. Die Umschaltung erfolgt mit einem Relais; in der Leitung zur Aktivantenne befindet sich nochmals eine effiziente Mantelwellensperre.
Die geschirmte Antenne soll noch mit einer gleich großen, ungeschirmten Antenne verglichen werden. Außerdem muss untersucht werden, wie man den Störabstand auf den Bändern 160 m und 80 m noch verbessern kann.
Im Moment besteht die Antennenschleife aus einer Windung Festmantelkabel.
Im Rahmen eines Projekts für antennengeschädigte QRP-Stationen, hat sich die DL-QRP-AG um die Realisierung einer aktiven, breitbandigen Magnetantenne sehr verdient gemacht. Auf deren Web-Seite kann man weitere Informationen abrufen. Mein Projekt unterscheidet sich vor allem in der Realisierung des Verstärkers und der Antennenumschaltung im Shack.