Noch in Bearbeitung....

Obwohl der umgebaute TR-7 hervorragend funktionierte und im praktischen Betrieb mein hauptsächlich verwendetes Arbeitspferd war, war es doch an der Zeit, die eine und andere Baugruppe zu modernisieren. Dazu gehörte vor allem die digitale Funktionssteuerung mit ihren zahllosen diskreten Schalttransistoren und die ZF, die zwischenzeitlich außer der Ergänzung um die 3. ZF mit Notchfilter drei weitere Baugruppen zur besseren Instrumentenumschaltung, S-Meter-Linearisierung und Audio-Filterung erhalten hatte.
Digitale Funktionssteuerung:
Christof, DL9SDO, der seinen TR-7 in derselben Weise umzubauen gedenkt, möchte in seinen Neubau gleich einige modernisierte Baugruppen einsetzen. Da er sich gerade mit der Programmierung von Microprozessoren befasst, bot er an, die Programmierung der neuen Steuerung zu übernehmen. Dazu entwarf ich eine Schaltung, die anstelle der Schalttransistoren digitale MOS-Mehrfachschalter enthält. Ohne Autorouter war das Layout recht diffizil, das Ergebnis scheint aber sauber zu funktionieren.

Das ist die Oberseite der neuen digitalen Funktionssteuerung. Fast nix drauf! Die Funktion ist aber vielfältig und die Leiterbahnen konnten nur in einer Breite von 0,2 mm "gefädelt" werden. Die Trimmpots rechts oben dienen der Einstellung aller Messparameter und der Spannungen der Passbandtuning für die einzelnen Betriebsarten.

Erst auf der Unterseite der Platine erkennt man den vielbeinigen Prozessor zur Steuerung der multiblen Funktionen und der Schalter, die diese Funktionen schließlich aktivieren.
ZF und Audio:
Die originale ZF (Bild) war eine derjenigen Baugruppen, die früher bereits Sorgen machte, da z. B. die Glimmerkondensatoren nach 30 Jahren Knistergeräusche erzeugten und teilweise ausgetauscht werden mussten.

Die originale, umgebaute und mit vier weiteren Platinen ergänzte ZF-Karte, aus der Kassette entfernt.
Die neue ZF wurde mit modernen SMD-Bauteilen aufgebaut. Mit allen Ergänzungen findet sie so auf einer gemeinsamen Platine Platz. Lediglich Filterspulen, Folienkondensatoren, Quarze usw. sind bedrahtet eingesetzt. Allerdings begnügte ich mich damit, die passiven SMD Bauteile nur auf die Größe 1206 zu reduzieren.

So sieht jetzt die neue ZF-Karte aus (Oberseite). Auch die 5-MHz-Spulen wurden in der Größe reduziert und durch Fertigspulen ersetzt. Das neue NF-IC erhielt einen Alu-Kühlwinkel.

Die Lötseite der neuen ZF-Karte ist übersichtlich bestückt. Alle Baugruppen ließen sich sinnvoll und entkoppelt anordnen.

Hier sieht man die in die Kassette eingesetzte ZF-Karte zum Test auf den Extenderboards. Nach einigen kleineren Anpassarbeiten funktioniert die neue ZF-Baugruppe hervorragend.
Auch das Netzteil wurde überarbeitet:

Damit die 13,6-V-Versorgung in den Sendespitzen nicht zu sehr zusammenbricht, wurde das Regel-IC aus einer höheren Spannung versorgt. Jetzt lässt sich auch die Spitzenleistung problemlos mit dem internen Netzteil erzielen.
Zum Schluss soll noch versucht werden, die "alte" Endstufe mit dem riesigen Frequenzgang und der auftretenden Instabilität bei Fehlanpassung bei maximaler Verstärkung durch eine PA mit MOSFets zu ersetzen. Das wird noch etwas dauern...