GS35b, die Röhre für meine neue 2 Meter-PA

Hinweis: Die PA arbeitet mit Hochspannung 3500 Volt, und die ist bekanntlich lebensgefährlich!!!

Wenn man einen Schaltplan für eine 2 Meter-PA sieht, könnte man leicht denken, eine 2 Meter-PA zu bauen ist doch
gar nicht so schwer!! Aber der Irrtum liegt im Detail!!

GS35b hier einige Betriebsdaten auf den höheren Bändern

Gehäuse

Hier noch die KW-PA.

In diesem Gehäuse war meine erste PA mit der GS35b eingebaut. Für das 2 Meter-Band wurde die Eingang- und Ausgangsseite
verändert.

Das soll keine Bauanleitung werden, sondern nur einige Bilder vom Umbau.

Angefangen mit dem Umbau Anfang Mai 2010.

Beendet am 5.Juli 2010.

Als Gehäuse wieder ein Industrie-PC-Gehäuse. Unterteilt schon in mehrere Kammern
und sehr verwindungssteif. Höhe / Breite / Tiefe = 230 / 400 / 400 mm.
In solch ein Gehäuse paßt schon eine komplette Endstufe mit Netzteil!
Hier aber nun nur das HF-Teil, mit viel Platz. Rechts hinten der Katodenkasten für die Röhre.

In der linken Kammer kommt alles andere ( Erzeugung aller Hilfsspannungen, Trafos usw ),
Die Hochspannung wird vom seperaten Netzteil zugeführt. Einstellbar von 3,0 bis 4,5 KV.

Ruhestromeinstellung mit HV-Transistor 200 Watt (überdimensioniert) und Schaltregler TL 431i.
In der Regelung 2 Potis. CW und SSB, Ruhestrom getrennt einstellbar.

In der Anodenleitung 1 Widerstand ca. 15 Ohm 30 Watt, und eine normale Glassicherung 2 Ampere.
Bei einem Kurzschluss begrenzt der Widerstand den Strom und die Sicherung brennt durch,
meistens ohne zu zersplittern. ( siehe PA0FRI

In die linke untere Kammer kommt die Erzeugung der Hilfsspannungen und der Vorverstärker.
Er wird durch einen 80 er PC-Lüfter gekühlt.

In der linken oberen Kammer kommt die Relais-Schaltung, Widerstandskette für die HF-Anzeige usw.
Im vorderen Teil, alle Schalter, LEDs usw.
Messung: Anodenspannung, Katodenstrom (+Gitterstrom ), Gitterstrom
Die Röhre sitzt auf ein 2 mm Alublech, welches mit Bolzen ca. 2 cm tief im Katodenkasten befestigt wird.
Der Luftstrom kann so die gesamte Röhre kühlen. Das Loch im Katodenkasten ist größer als die Röhre,
an dieser Stelle. Maximal 9 cm.
Oben auf den Katodenkasten kommt bündig der Kamin.
Die Luft muß so komplett durch den Kupferkopf der Röhre.

Die Verzögerungsschaltung der Heizung, gesteuert über einen NE 555 erst über einen Vorwiderstand
und nach ca 180 Sec. volle Spannung. Das HV-Netzteil läßt sich nur einschalten, wenn die Heizung EIN ist.
Gesteuert über Opto-Koppler.

Für eine Vollaussteuerung der GS35b ist ein Eigenbau-Vorverstärker eingebaut. Er liefert bis zu 100 Watt.
Eigenbau-Netzteil dafür ebenfalls eingebaut. Es liefert 28 Volt bei 8 Ampere stabil.
Deshalb reicht als Steuersender ein normaler 10 Watt Tranceiver oder Transverter aus.

Die ersten Bilder nach dem Umbau.

Hier die fertige Rückseite der PA.
Verbindung Netzteil zum HF-Teil, 4 adriges Steuerkabel. HV-Spannung über HV-Kabel abgeschirmt.
Es wird fest im Gehäuse der PA angeklemmt, zum Netzteil über HV-Steckverbinder.
Der Lüfter ist doppelt saugend und hat einen Luftaustritt von 10 mal 4 Zentimeter. Er ist regelbar in der Geschwindigkeit.
Er bläst direkt in den Katodenkasten. Der kleine Lüfter kühlt die Vor-PA.

Der Ausgangskreis mit Tiefpaß im Vordergrund.
Die linke Spule aus Vierkant-Kupfer, die rechte aus 8 mm CU-Rohr.
Die Sicherheitsdrossel am Koax-Kabel.
Der Koppelkondensator 470 pF, 15 KV und 30 KVA.
Der linke Metallring dient zur Abstimmung der Spule. ( Feinabstimmung )

Steuerung und Hilfsspannungen auf der linken Seite.
Ebenso der Vorverstärker und Netzteile.

Rechts im Kasten der Ausgangstiefpaß. Als Kondensatoren Teflonkabel.
Links vorn der Widerstand in der Anodenleitung.


Blick in den Katodenkasten. Oben die Heizungsdrossel. Rechts der Drehko im Eingang, ca 10 pF reichen.
Hier ein Schmetterlingsdrehko eingebaut ca 20 pF.

Das Gesicht der PA.

Unten das neue Netzteil nur für die 2-Meter PA. Darüber das HF-Teil.
In diesem Netzteil werden 2 gleiche Trafos aus Mikrowellenherde verwendet. Sie werden paralell geschaltet und dann
Brückenschaltung. Es sind dann so ca 3 KV. Die Eisenpakete zwischen den Spulen wurden diesmal entfernt.
Die Trafos wurden in Farbe getränkt.
Die Spannung ist aber weich. Aber es kommt trotzdem genug Leistung raus, ca. 1100 Watt am 50 Ohm Widerstand.
Für normale QSOs oder ab und zu DX ausreichend, für Contest zu weich!!.
Beide Trafos werden leicht angeblasen. Der Platz ist vorhanden für einen grossen Trafo bzw Ringkern.

Ab August 2010 im Netzteil ein Trafo mit 2,5 KVA. Auf der Eingangsseite Flachkupfer 3 mal 1mm. auf der Ausgangsseite ist die
Drahtstärke 1.05 mm im Durchmesser. Danach Spannungsverdopplung. Anodenspannung 3,3 KV bei voller Aussteuerung 3 KV.
Strom im Leerlauf ca. 750 mA.

Beide Netzteile gehen jeweils für beide PAs.

Erstes QSO am 17.06.2010. Ein sauberes starkes Signal wird bestätigt.

Die Ablaufsteuerung für die 2 Meter-Anlage erfolgt über einen Sequencer.

Das linke Gerät ist die Steuerung für die Antennenanlage. Hiermit können die Antennen horizontal und vertikal
verändert werden. Es erfolgt eine Anzeige des Istzustandes.

Ein passendes SWR-Meter wurde auch gebaut.
Mit echter PEP-Anzeige. Stecker und Buchsen mehr als ausreichend.
Die Beschriftung fehlt noch.

Das große Netzteil:

Wird für die KW-PA verwendet. Geht aber auch für die 2 Meter-PA..

Gebaut im Oktober 2007.
Gewicht ca 34 kg
Anodenspannung 3 KV bis 4,5 KV einstellbar
H/B/T 30/37/32 cm
Gebaut mit 4 Stück MP-Kondensatoren.
Je 40 µFarad, Spannungsfestigkeit 2,5 KV.
Maße der Kondensatoren: Höhe 20 cm, Breite 9 cm.
Schaltung: Spannungsverdopplung. Trotzdem geringer Spannungsabfall.
Auf der Sekundärseite große Drahtstärke, geringer Widerstand!!
Vorteil bei einem getrennten Netzteil: es kann zB. für eine 2 m PA ebenfalls mit der GS35b verwendet werden!!
Es muß nur noch das HF-Teil gebaut werden. Das ist hiermit geschehen!
Nachteil, immer 2 große Teile, für portabel nicht besonders geeignet.