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  "Telegrafie ist eine Sprache!"  
     
 

Der Weg zur Kurzwellenlizenz war steinig und relativ steil, aber wenn man dann "oben" ist, hat man es nicht nur geschafft, sondern man kann es tatsächlich. Im April 1981 - fast auf den Tag exakt 2 Jahre nach Klasse C (frühere UKW-Lizenz) - bekam ich bei der OPD Nürnberg mein Wunschrufzeichen DL5NAV.  Sehr zum Erstaunen der anderen Prüfungsteilnehmer wollte ich absolut kein Rufzeichen mit NAA oder NAC. Das lag daran, das bereits Wochen vorher ein Rufzeichen rein nach melodischen Gesichtspunkten für mich ausgewählt wurde. Auch diesen Umstand möchte ich heute wahrlich nicht mehr missen, denn oft reichen im Contest oder bei DX-Stationen 2 bis 3 Anrufe und ich komme dran. Als DL5NAV wechselte ich dann vom OV Erlangen (BØ8) zum OV Uttenreuth (B31).

Heute bin ich wieder richtig aktiv und sehr zum Leidwesen unserer QSL-Managerin, DO7NET wird es fast jeden Monat ein kleinerer Schuhkarton voll QSL-Karten. Das war nicht immer so....zwischenzeitlich machte ich 7 Jahre keinerlei Funkbetrieb mehr. Ich war immun gegen den "Funkvirus" geworden, es gab eben wichtigere Dinge wie Familie, Beruf, Haus und Garten uvm. Die Zeit war geprägt durch mehrere Umzüge und in den verschiedenen Mietwohnungen gab es oft keinerlei Chance auf eine Funkantenne. Auch stand Aufwand und Nutzen in keinem Verhältnis. Na und für QRP-Betrieb mit 3 Watt an einem Stück Draht stand mir überhaupt nicht der Sinn.

Meine "Reaktivierung" als Funkamateur ist ausschließlich dem Zufall zu verdanken und ging innerhalb nur weniger Tage vonstatten. Ich hatte meine Telegrafiekenntnisse ja nicht verlernt, sondern das Erlernte nur "geparkt". Dies war jedoch nur möglich, da ich das Telegrafieren ähnlich wie Radfahren oder Autofahren erlernt hatte. Das verlernt man im Laufe des Lebens ja auch nicht mehr. Hierfür möchte ich meinem Ausbilder Klaus, DF1NT nochmals sehr herzlich danken. Ohne seine Ausbildung wäre mir der Wiedereinstieg in den Amateurfunk merklich schwerer gefallen und vielleicht hätte ich, wie leider so viele OM, auch gar nicht mehr zur Telegrafie zurückgefunden. Ich möchte jedenfalls heute auf die "Sprache TELEGRAFIE" nur sehr ungern verzichten.

In den letzten 5 Jahren stehen nun gut 15.000 CQ-QSO mit mehr als 230 DXCC-Gebieten im Logbuch und deshalb zähle ich mich inzwischen wieder zu den aktiven Funkamateuren. Neben Beruf und Privatleben nehme ich mir immer ein bischen Zeit für mein Hobby "Amateurfunk".  So mache ich regelmäßig die verschiedenen Conteste auf Kurzwelle in SSB, CW und RTTY mit und auch bei den VHF/UHF-Wettbewerben bin ich in SSB und CW häufig QRV.

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  letzte Änderung: 13.03.2005