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  Flagge DLWie kam ich zum Amateurfunk......  
     
  1. QSL-Karte DL5NAV Bereits mit 12 Jahren wurde ich mit dem "Funkvirus" infiziert. Ein Schulfreund hatte damals 2 kleine Funkgeräte geschenkt bekommen. Beide hatten wir natürlich keinerlei Ahnung von Nachrichtentechnik. Auch in der Schule im Physikunterricht, der weitere Aufklärung hätte bringen können, wurden solche Spezialgebiete nicht behandelt. Erst viele Jahre später wurden Grundlagen der Elektrotechnik gelehrt. Also quatschten wir damals einfach munter drauflos und da wir nur etwa 500m Luftlinie voneinander entfernt wohnten, klappte auch alles prima. Es hatte auch einen sehr praktischen Nutzen konnten wir so bequem vom Zimmer aus unsere Hausaufgaben abgleichen.  
"Telefonieren ganz ohne Kabel" im Zeitalter des Handy heute nicht mehr vorstellbar, zum damaligen Zeitpunkt jedoch eine technische Sensation. Wir wussten weder wie es geht, das wir miteinander sprechen konnten, noch ob es überhaupt erlaubt war. Da man in Deutschland ja für alles eine Genehmigung oder Zulassung braucht, wir beides aber nicht hatten, gingen wir davon aus, das wir etwas Verbotenes tun. Also galt es Vorsicht walten zu lassen, zumal der "Feind" sehr nah war. Vom Wohnzimmerfenster konnte ich den Hof des Hauptpostamtes einsehen und so stets die Messfahrzeuge mit den sich drehenden Peilantennen sehen. Ich für meinen Teil hatte jedoch weit weniger Angst vor der Staatsgewalt, denn von Polizei oder Bundespost bekam man nämlich nicht den Hintern verhauen....

Also "telefonierten" wir vorsichtig, nannten weder Namen noch Adresse und blieben so über Monate unentdeckt. Eines Tages jedoch war das vorbei, denn plötzlich war laut eine dunkle Männerstimme aus dem Lautsprecher zu hören: "Hallo, wer spricht hier?" - "Wo seit Ihr beiden?" - ".... meldet Euch sofort!" - "Was macht Ihr hier auf dem Kanal?" usw..... So schnell hatte ich noch nie das Gerät ausgeschaltet. Ein Blick aus dem Fenster beruhigte mich, denn zum Glück stand kein Peilwagen vor unserem Haus. Ein Telefonanruf bei Reiner bestätigte, auch er hatte die Stimme gehört, das Gerät ausgeschaltet und die Batterien entfernt. Das war's ja dann wohl...... die nächsten Tage mussten wir unsere Hausaufgaben wieder jeder für sich alleine machen.
 

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  letzte Änderung: 13.03.2005

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