Homepage DL5YYM Deutscher Amateur Radio Club e. V. Telegraphy High Speed Club - foundet 1951

DL5YYM stellt sich vor


+++ DIG #4724 +++ RTC#108 +++ HSC #1626 +++ UCWC#800 +++ SV-CW-C#97 +++ SP-CW-C#248 +++ BTC#380 +++ BCC +++ DARC +++


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Mein Name ist Günter Dornblut und ich bin im Jahre 1958 in Leipzig geboren. Mitte der Siebziger Jahre fiel mir in der Schulbibliothek das Buch

"Mit Logbuch, Call und Funkstation" von Martin Selber

sowie das Buch

"Mein Rufzeichen ist RAEM" von Ernst T. Krenkel

in die Hände.

Seit dem stand für mich der innerliche Entschluss fest: Funken - das musst du auch machen können.

QSL DL5YYM

So suchte und fand ich Kontakt zu einer Arbeitsgemeinschaft, die sich mit der Sache befasste. Amateurfunk war in der DDR nur möglich, wenn man Mitglied in der Gesellschaft für Sport und Technik - GST - als Dachverband unterschiedlichster Sportarten wurde.

Der Anfang war natürlich schwer. Das erlernen der Morsetelegraphie nahm damals einen großen Umfang an Zeit ein.

Schließlich legte ich im Jahre 1976 die Prüfung zum Empfangsanwärter DM-EA-8823/M ab

Nach einer angemessenen Zeit stockte ich meine Empfangsanwärternummer zur "vollen" SWL-Nummer DM 8823/M auf.

Wenn ich es recht in Erinnerung habe, war damals das Kriterium, dass man an einer Anzahl von Contesten teilgenommen haben muss und eine Anzahl von Diplomen vorzuweisen hatte.

Diplome WSHC & HSCJA mit allen Stickern

Bereits in meiner Zeit als SWL entdeckte ich sehr rasch meine Neigung, mich mit anderen im sportlichen Wettkampf bei Amateurfunkcontesten zu messen. Ebenso begann ich, nationale und internationale Diplome mit steigendem Schwierigkeitsgrad zu erwerben. Rückblickend betrachtet, war die SWL-Zeit hinsichtlich des Erwerbs betrieblicher Kenntnisse sehr wertvoll.

Mitte 1979 war es dann so weit: Ich legte die Prüfung als Mitbenutzer an einer Klubstation ab, wobei ich von Anfang an Wert auf die Kurzwellenlizenz gelegt habe (damals hieß das wohl exakt "Genehmigung" im Terminus der Post als ausgebende Behörde). Hierzu waren Kenntnisse in Morsetelegraphie in Tempo 60 BpM zwingende Voraussetzung. Mein ersten Rufzeichen lautete: DM3YUM

So begann ich mein Amateurfunkerdasein als sendender Funkamateur an der Klubstation der Ingenieurschule der Deutschen Post in Leipzig, wo wir einen alten ausgedienten 180W Schiffs-CW-Sender für 80 / 40 und 20 m anfangs zur Verfügung hatten. Diese Tatsache sollte meinen weiteren Entwicklungsweg im Amateurfunk stark prägen. Wenn ich also etwas machen wollte, mußte ich - ob ich wollte oder nicht - in CW QRV sein. Die logische Konsequenz war, dass das praktizierte Morsetempo rasch begann zu steigen und es begann, so richtig Spaß zu machen. Kurz und knapp: CW wurde zu meiner favorisierten Betriebsart.

Als wir dann später einen SSB-tauglichen Kurzwellentransceiver Teltow 215c bekamen, änderte sich an meiner Begeisterung für CW nichts.

Im Zuge der Zuteilung der Rufzeichenreihe Y2A...Y9Z durch die Internationale Fernmeldeunion - ITU - an die DDR zum 01.01.1980 änderte sich mein Rufzeichen nach Y39YM. Das paßte mir überhaupt nicht, denn das bedeutete, neue QSL-Karten drucken zu müssen, was damals im Zeitalter von Papierkontingenten & Co nicht so einfach gewesen ist.

Als Diplomsammler war ich natürlich scharf auf QSL-Karten aus aller Welt und wollte die natürlich möglichst als erster in den Händen halten. Was lag da eigentlich näher, mich gleich als QSL-Manager für die Klubstation bereit zu erklären. Irgendwie hatte ich den Eindruck, die anderen waren froh, das sich jemand fand, der diese Aufgabe übernommen hat und so waren alle zufrieden.

In der DDR war die Struktur der QSL-Vermittlung so aufgebaut, dass die QSL-Karten von zentraler Stelle an die Bezirks-QSL-Manager verteilt wurden. Diese hatten dann die Aufgabe, die QSL-Karten den Klubstationen zuzuordnen, an dem der betreffende Funkamateur oder SWL organisiert war. Als im Bezirk Leipzig der damals amtierende Bezirks-QSL-Manager verstarb, hab ich dessen Aufgabe im Jahr 1987 übernommen. Jedenfalls wurde es im Briefkasten nicht langweilig.

Im Jahre 1988 habe ich dann das Rufzeichen Y23YM zugeteilt bekommen, was mich von nun an berechtigte, selbst Amateurfunkstellen zu errichten.

Eine aufregende Zeit waren die Jahre 1989/1990, in der es bekanntlich in der DDR zu gewaltigen Umbruchsstimmungen gekommen ist. Es wurden verschiedene Arbeitsgruppen (Satzung / Finanzen - daran erinnere ich mich noch) gebildet, um nach dem Vorbild des DARC neue Strukturen im Amateurfunk der DDR zu schaffen. Ich hatte selbst mit in der Arbeitsgruppe Satzung mitgewirkt. So wurde der Radiosportverband - RSV - ins Leben gerufen.

Auf dem letzten Verbandstag des Radiosportverbandes, bei dem ich auch zugegen war, wurde beschlossen, dass sich die Mitglieder des Radiosportverbandes dem DARC anschließen. Das Datum des Anschlusses war wohl der 01.06.1990, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe.

Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland wurde der Rufzeichenblock Y2A...Y9Z von der Genehmigungsbehörde an die ITU zurückgegeben. Jedoch galt noch gewisse Zeit eine Übergangsfrist, in der der Rufzeichenblock Y2A...Y9Z der Bundesrepublik Deutschland zugeordnet wurde.

Im Bezirk Leipzig hatte ich zuvor eine große Rufzeichenwunschaktion organisiert. Jeder Rufzeichenwunsch, der in bestimmte Rufzeichenreihen passen mußte, wurde notiert. Die als Ergebnis entstandene Liste wurde der Genehmigungsbehörde übergeben. So bekam jeder der wollte im Bezirk Leipzig sein Wunschrufzeichen.

Den Zeitpunkt, wann die Rufzeichenumschreibung erfolgte, konnte man innerhalb festgelegter Grenzen frei wählen. Ich habe dann im Jahr 1992 mein Rufzeichen nach DL5YYM umgetauscht als die QSL-Karten zur Neige gingen.

Schließlich passierte es, dass die Anzahl der Funkamateure an der Ingenierschule der deutschen Post zu wenig wurden, so dass die Klubstation mangels Leute aufgelöst wurde und die OMs sich andere Ortsverbände suchten. So kam ich zu dem DARC-Ortsverband Leipzig-Plagwitz - S37, bei dem ich noch heute bin. Hier habe ich dann alsbald gewohnte Tätigkeiten als QSL-Manager nach einer gewissen Übergangszeit ohne Funktion übernommen.

Zur Finanzierung unsrer Räumlichkeiten und der Möglichkeit Verträge eigenständig abzuschließen haben Mitglieder den DARC-OV S37 des Amateurradioclub Leipzig (ARCL e. V.) ins Leben gerufen, in dem ich auch Mitglied bin.

DL5YYM an der 70cm-Station bei DF0MTL QTH: JO61JF © DL5YYM In 1990 sprach mich Günter, DL2LSM an, ob ich denn nicht Lust hätte, bei UKW-Contesten mitzumachen. Ich war bislang nur die kurze Welle gewohnt, willigte jedoch spontan ein. Später ging dann das UKW-Contestteam um DL2LSM mit dem Contestteam um DF0MTL zusammen und bestritt regelmäßig die UKW-Conteste für den DL-UKW-Contestpokal. Mein damaliger spontaner Entschluß läßt mich auch heute noch aktiv in UKW-Contesten QRV sein.

Im Jahr 2001 habe ich neben dem Amt des Funkbetriebsreferenten im DARC-Distrikt Sachsen auch das Rufzeichen der Klubstation des DARC-Distrikts Sachsen DK0SAX mit DOK SAX übernommen. Im Rahmen der Tätigkeit des Funkbetriebsreferenten ist es meine Aufgabe alle Belange un diesen Bereich im Distrikt abzudecken, d. h. Ausschreibung und Auwertung von Wettbewerben, Organsisation funkbetrieblicher Aktivitäten.

So erfolgte im Jahr 2006 von mir die Koordination des Distriktssonderrufzeichens DQ2006S zur Fußballweltmeisterschaft, wobei ich natürlich auch selbst gefunkt habe.. Das Team von DQ2006S belegte bei dem unter den Sonderstationen veranstalteten internen Wettbewerb Platz 2. Allen ops, die sich hier tatkräftig eingebracht haben, an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön.

Ca. 2002/2003 hatte ich eine Einladung zu einem Kurzwellencontest von einem Contestteam des Bayerischen Contest Clubs aus Nürnberg. Irgendwie fand ich es toll, als Außenstelle Sachsen im Bayerischen Contest Club Mitglied zu werden. Einen Paten zu finden, war ja aufgrund bestehender Kontakte und gemeinsam bestrittenen Contest kein Problem

Trophy für Platz 3 im RAEM-Contest 2004 Hauptmast mit Baem fuer 40m / 20m / 15m sowie A4S mit Dipoel fuer 12m und 17m © DL5YYM

Es dauerte nicht lange, eines Tages klingelte bei mir das Telefon und an der Strippe war Andreas, DK4WA und er fragte mich, ob ich denn nicht Lust hätte, beim nächsten Contest - es war glaube der WAG 2004 - mitzumachen. Meine Antwort ist wahrscheinlich nicht schwer zu erraten, natürlich hatte ich Lust.

Und so kam es, dass ich den Conteststandort in Jessen bei DL0JE kennengelernt habe. Eine unglaubliche Antennenfarm, d.h. für jedes Band mindestens eine Antenne, mehrere Transceiver mit PA und ein Computernetzwerk vom Feinsten. So wurde ich alsbald Mitglied Radioklub Jessen/Herzberg e.V. und bestritt unter den unterschiedlichsten Rufzeichen im Team mehrere unterschiedliche Conteste wie WPX, Fieldday-CW, WAG, WWDX-CW, RAEM. Sehr oft - aber nicht nur - war das Contestrufzeichen DP9A in Benutzung. Der aktive Contesterkern in Jessen sind die OMs DJ7TO, DK4WA, DG1HWM, DJ6TF und DL5YYM. Es waren aber auch schon eine Anzahl anderer OMs zu Gast.

Bei unseren Contesten hat sich unter mehreren Programmen das Programm WIN-TEST durchgesetzt, welches im Netzwerk am stabilsten gelaufen ist und und einen guten Support hat und auch derzeit permanent ausgefeilt wird. Egal welches Contestprogramm man nutzt, so sollte man stets seine CTY-Datei und seine Thesaurus-Datei für den Partialcheck auf dem Laufenden halten, was im Contest bei widrigen Bedingungen durchaus nützlich sein kann.


Impressum:
Günter Dornblut, Saalfleder Str. 23, 04179 Leipzig
dl5yym@aol.com
homepage: www.mydarc.de/dl5yym


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Letztes update: 24. Oktober 2008