Auf History-Tour gen Osten
Hans (DO1CJ, MRR 023) und Gerd (DL7UMG, MRR 012) begaben sich mit Lada "Niva" im Juli 2010 auf Biwaktour durch das Baltikum. Auch einige militärhistorische Anlagen gehörten zu dem Besichtigungsprogramm. Selbstverständlich wurde ein täglicher Lagebericht an die MRR auf Kurzwelle gesandt und auch im APRS waren sie zu verfolgen. Erste Station am Sonntag Abend (04.07.): Fort Gorgast an der ehem. Reichsstraße 1.
Am nächsten Tag gings weiter Richtung Nord-Ost an die Wiege des deutschen Orden nach Malbork(Marienburg). Biwak wurde am Westufer der Nogat eingerichtet.
Für das Gebiet Kaliningrad hatten wir kein Visum, so führte unsere Reise weiter nach Osten in das herrliche Ferienparadies Masuren. Auf dem Weg vorbei am Oberländischer Kanal nach Mikolajki und Gizycko mit der Feste Boyen. Ein Abstecher an den Ort des Attentats auf Hitler eingeschlossen.
Am 5. Tag der Reise meldeten wir uns von der Kurischen Nerung in LY.
Nach kurzer Lagebeurteilung entschieden wir uns die Rückfahrt ab Klaipeda mit einer Fähre zu organisieren. So gewannen wir Zeit, um die Reise in Richtung Norden fortzusetzen. Aus YL (qth: Jurmala, KO16VX) wurden dann auch fleißig Punkte im Contest vergeben.
Unserer Reiseziel im Visier, fuhren wir über Pärnu (ES8), und haben am 9.Tag die Hauptstadt Estlands erreicht.
Uns hätte etwas gefehlt.
Von nun an führt der Weg bereits wieder in grober Richtung nach Hause. Aber nicht ohne auf dem Weg weitere Sehenswürdigkeiten zu vergessen. Erster Stopp am Gut Palmse und weiter zum Biwak nach Kauksi (KO38OX) am Peipussee. Am nächsten Tag Abstecher nach Tartu und weiter über die Grenze nach YL nach Valmira (KO27RM) am Rande des Gauja-Nationalpark. Hier kam zum dritten Mal das Notstromaggregat zum Einsatz.
An dieser Stelle sei auf unsere ständigen Begleiter verwiesen. Mücken gab es hier allerorten reichlich. Aber das war bekannt und man muß sich nur darauf einstellen. Ein Besuch der Ordensburg in Cesis hat sich gelohnt. Weiter über Schloß Rundale, der ehem. Sommerresidenz des Herzogs von Kurland über die Grenze nach LY.
Und wieder Zeltaufbau, Dipol hoch, Station einschalten. QTH: Kurtuvenai (KO15NW)und am nächsten Tag, Abbau und weiter Richtung Klaipeda (Memel). Zum letzten Mal wurde das Lager eingerichtet und der Notfunkkoffer zum Einsatz gebracht. Eine Fahrstrecke von 4500 km lag hinter uns - Zeit zum Nachsinnen.
Sa. 17.07.: Vor der Abfahrt der Fähre nach Mukran blieb noch den ganzen Tag Zeit, sich dem Treiben an der Memel anzuschließen und dem Ännchen von Tharau leb wohl zu sagen.
Nach der Überfahrt grüßt uns die Kreideküste von Rügen. Jetzt nur noch non Stop nach Hause.
Resümee: Eine schöne Reise bei herrlichem Wetter; ein bischen Abenteuer, freundliche Menschen kennengelernt; keine Panne oder sonst irgendwelche Schwierigkeiten; als Urlaubsziele zu empfehlen;
Leider ließen die Bedingungen auf 80m keine stabile Verbindung zu. Aber dafür ging es auf 40 bzw. 20m zur angegeben Zeit recht ordentlich.
(200 QSO aus vier Ländern - nicht viel, aber immerhin)
Ein Dankeschön an alle die uns auf den fröhlichen Wellen begleitet haben.
Hans und Gerd
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