Futterautomat für das Aquarium
Der Italienurlaub rückte immer näher. Die neuen Fische hatten sich gerade an das Aquarium gewöhnt. Der Gedanke, dass sie die sieben Tage nicht überleben könnten, bereitete mir schlaflose Nächte. Es gibt zwar Futtertabletten, die sich nur langsam auflösen und den Fischen bis zu einer Woche lang Nahrung bieten, aber sich allein darauf verlassen wollte ich mich nicht.
So entstand die Idee, einen einfachen Futterautomat zu entwickeln, der
gekoppelt mit dem Zeitschalter jeden Tag einmal die Fische mit Futter versorgt.
Dieses wird auf einem Band platziert, welches sich beim Einschalten der
Aquariumbeleuchtung nur einen kurzen Moment bewegt.
Der Weg, der in diesem Moment zurückgelegt wurde reicht, um die Futterration ins
Wasser zu befördern.
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Ein 24V
Motor mit Untersetzung dreht mit nur 6V sehr langsam. Der Motor wird mit
Kabelbindern auf einer durchbohrten Holzplatte befestigt. Auf seine
Antriebwelle wurde eine Gummimuffe geschoben.
Eine ausgediente Gardinenstange musste für die Rollen herhalten. Eine Rolle
wurde mit der Ständerbohrmaschine mittig durchbohrt und auf die Gummimuffe
geschoben. Die zweite Rolle ist mit Nägeln beweglich an zwei Leisten
gelagert. Damit der Motor nur einen kurzen Moment läuft, ist etwas Schaltungsaufwand notwendig. Die Versorgungsspannung kommt aus einem 6V Steckernetzteil. Die Schaltung wird mit der Zeitschaltuhr aktiviert. |
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Die
Einschaltverzögerung wird mit den Widerständen R1 + R2 und den Kondensatoren
C1 und C2 erreicht. Erst wenn die Kondensatoren auf ca. 0,7 V aufgeladen sind, schaltet der Transistor T1 das Relais durch, dessen Öffner den Motorstrom unterbricht Gelangt Spannung an die Schaltung, beginnt zunächst erstmal der Motor zu drehen. Gleichzeitig werden die Kondensatoren geladen. Die Ladezeit ist abhängig vom Ladestrom, der durch die Widerstände R1 und R2 festgelegt wird. R1 dient als Schutzwiderstand. Mit ihm wird die Zerstörung des Transistors durch einen versehentlich zu hoch eingestellten Basisstrom, vermieden. Mit R2 wird die Abschaltzeit eingestellt. |
Achtung; ist R2 zu groß, schaltet T1 nicht durch und das Band läuft ständig.
Die Folgen, wenn mit einem Mal das gesamte Futter für 1-2 Wochen ins Aquarium
fällt, wären fatal ! Darum R2 nicht am Limit betreiben, sondern lieber größere
Kondensatoren verwenden, sollte der zurückgelegte Weg zu kurz sein.
Gennach, 19.06.2004