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CW-Speicher

  Ansicht des fertigen Gerätes



Weil 2005 eine ZS-Tour bevor stand, baute ich schnell dieses Gerät auf, das vorprogrammierte CW-Texte ausgeben sollte. Diese wurden im Programmcode festgelegt und ließen sich mit den oben angebrachten Tasten abrufen. Als Prozessor war der AT90S2313 eingebaut und die Programmiersprache Assembler.
Die Eingabeport's (siehe Programmcode) werden mit 10 kohm - Widerständen auf Masse gezogen und bei Tastendruck auf high (5V) gelegt. Ein Transistor schaltet das Redrelais zum CW-Tasten des Transceivers, die LED hängt mit Vorwiderstand am selben Pin. Der ganze Aufbau ist fliegend, hatte aber seinen Zweck erfüllt. Viel mehr gibt es über die Hardware auch nicht zu sagen.

Inzwischen ist es den hiesigen Belangen angepasst und mit Bascom neu programmiert. Allerdings hatte ich auch Probleme, das Nötigste auf dem Nachfolger, dem Attiny 2313 unterzubringen. Ein Mega 8 z.B. hätte viel mehr Möglichkeiten, auch wegen der Anzahl der Port's, ADC usw. - aber dafür müsste die Hardware komplett geändert werden (alles in Assembler zu programmieren hätte vielleicht auch was gebracht...). Die neue Herausforderung war also das Programmieren in Bascom und da geht einiges mehr und noch dazu viel einfacher. Nun ist das Gerät meinen Belangen angepasst, aber noch nicht das Non+Ultra - und sicher auch noch nicht der letzte "CW-Speicher" hier.

Insgesamt sind 12 Tasten mit Funktionen belegt, ein Kippschalter hängt bei Bedarf das /p (Portabel) an's Rufzeichen an und zwei Pins sind für die Paddel der Elbug bstimmt.
Squeezfähigkeit hatte ich dabei zwar in Betracht gezogen und auch getestet, dann aber wieder von abgelassen. Was auch wichtig ist: das Zwischenspeichern der Zeichen. Wenn z.B. gerade ein Strich ausgeben wird und im selben Moment der nächste Input erfogt, sollte die Eingabe nicht aufgrund der Befehlsverarbeitung blockiert sein. Sowas lässt sich nur mit Interruptroutinen bewerkstelligen, was aber nicht mehr drauf passte. Insofern ist die Elbugfunktion hier nur spielerisches Beiwerk.

Zwei CQ- Rufe sind möglich, einer für normalen Funkbetrieb und einer für Conteste. Eine Taste ist nur für's Rufzeichen, dass im Programmcode enthalten ist, eine für "de" und eine für "QRZ ?". Die Belegung ist Geschmackssache und kann im veröffentlichten Quellcode geändert werden.
Auch drei 599-Raporte sind möglich. Einer mit fest programmiertem DOK und einer mit laufender Kontrollnummer. Diese ist nach dem Brennen 0 weil der EEPROM da noch unbeschrieben ist. Sie wird mit jedem Rapport eins rauf gezählt. Die dritte Rapporttaste gibt 599 und die zuletzt gesendete Kontrollnummer aus - sozusagen die Wiederholtaste. Die Kontrollnummer wird im EEPROM abgespeichert, sodass sie auch nach Spannungsunterbrechungen noch zur Verfügung steht. Sie kann wieder auf 001 zurück gesetzt-, oder auf einen bestimmten Wert gesetzt werden.
Das geschieht in einem Menü, dass durch die doppelt belegte "QRZ ?"-Taste nach deren Textausgabe aufgerufen werden kann. Man drückt diese Taste kurz vor Textende und bekommt ein "r" als Bestätigung.
Vier Funktionen sind in diesem Menü vorhanden: das Zurücksetzen der Kontrollnummer (KN) auf 001, sowie das Setzen der Einer, der Zehner und der Hunderter Stellen. Jede Änderung wird durch Ausgabe der KN bestätigt. Die Ausgabe erfolgt bei meinem Gerät über das Tastrelais und die LED. Bei angeschlossenen Funkgerät ist sie über den Mithörton wahrnehmbar - auch ohne den Sender zu tasten.
Wenn die Eingabe der KN abgeschlossen ist, drückt man zum Abspeichern und Verlassen des Menüs nochmal die Taste "QRZ ?" Man erhält ein weiteres "r" sowie die Ausgabe der gespeicherten KN als Quittung. Genau diese KN erscheint nun auch beim nächsten Rapport, den man mit der Taste RST_KN verschickt.

Außerdem lässt sich das Gebetempo verändern. Die Grundinstellung (60/180ms) ist nach jedem Einschalten und nach Betätigen der Resettaste vorhanden. Das Gebetempo wird bei jedem Tastendruck um 3 ms verändert. Eine "73" Taste ist auch vorhanden. Man sieht also, dass sich auch mit kleinen Prozessoren einiges machen lässt. Man muss halt nur sparsam mit den Bit's und Bytes umgehen, was das Ganze um einiges interessanter macht.
Ich bin nur Gelegenheitsfunker, aber dieses Ding hat mir damals in ZS wirklich gute Dienste geleistet und ich denke, dass damit ein Anreiz für die Teilnahme an den nächsten CW-Contesten und die Weiterentwicklung daran gegeben ist.

  Programm

  letzte Version des Programms vom Juli 2010
Anstelle 3xCQ ist "test fd call k" gesetzt, Wiederlolen der Kontrollnummer erfolgt ohne 599, also nur die Nummer


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