|
31.01.2012
Anregung an den Satzungsausschuß des DARC e.V.
Die
Arbeit des Satzungsausschusses zum Vorschlag der Satzungsänderung ist sehr hoch
anzurechnen.
Ich
hoffe mit diesem Schreiben nicht übers Ziel hinaus zu schießen, da mir evtl.
Änderungen der Vereinsordnungen noch nicht bekannt sind. Manches was ich hier
anmerke wird vielleicht für eine der Vereinsordnungen (GO) vorgesehen.
Zunächst
möchte ich kurz etwas zu meiner Person schreiben.
41 Jahre Jung, verheiratet, zwei Kinder
und inzwischen alle DARC-Mitglieder
Seit 1997 im DARC OV E32
1998 Amateurfunkgenehmigung
Seit 2006 im OV-Vorstand
Seit 2010 OVV
Betonen
möchte ich, dass ich als einfaches DARC-Mitglied und nicht als Funktionsträger diese Zeilen schreibe.
Zur Demokratie im DARC
Sie
vergleichen in Ihrer Stellungnahme unter K-03 die gewählten Mandatsträger des
DARC mit den bundespolitischen Gremien. Ich denke das ist ein sehr hinkender Vergleich.
So sind doch die Vertreter des AR nicht von den Mitgliedern sondern von Vertretern
der Mitglieder gewählt. Das Bundesparlament wurde aber direkt von den Bürgern
(Volk) gewählt. Der Bundesrat wiederum ist eine Vertreterversammlung von den Bundesländern,
deren Volksvertreter Vertreter entsenden. Es handelt sich auf der
bundespolitischen Seite also um zwei unterschiedliche Demokratiestrukturen, die
mit der des DARC nicht verglichen werden können.
Die
Ungerechtigkeit in der DARC-Demokratie besteht m. E. darin, dass in den unterschiedlichen
Ebenen verschiedene Stimmenverhältnisse bestehen.
Erklärung:
Jedes
Mitglied hat auf der OV-Mitgliederversammlung, also OV-Ebene, eine Stimme.
Der
gewählte Vertreter des OV hat unabhängig von der OV-Mitgliederzahl, auf Distrikts-Ebene,
eine Stimme. So sind vier bis fünf
OV’e mit bis zu 20 Mitgliedern wesentlich besser vertreten als ein OV mit evtl.
160 Mitgliedern. Das halte ich für sehr ungerecht.
Nun
ist es doch sehr befremdlich, dass die gewählten Vertreter des Distriktes auf
AR-Ebene in Abhängigkeit der Distrikts-Mitgliederzahlen plötzlich zwei bis fünf Stimmen haben. Warum
plötzlich auf dieser Ebene?
Hierdurch
wird möglicherweise der echte Mehrheitswille zu sehr verzerrt.
_
Lösungsvorschlag
1:
Auf
allen Ebenen hat je ein Vertreter eine Stimme, unabhängig von der
Mitgliederzahl der Untergliederung die vertreten wird.
Der
Vertreter sollte seine Stimme
entsprechend eines von ihm festgestellten Meinungsbildes in seiner
Untergliederung abgeben. Ergeben sich neue Sachkenntnisse, z.B. in den
Beratungen, obliegt die Stimmabgabe seinem Gewissen.
Auch
hierbei ist eine starke Mehrheitsverzerrung möglich.
_
Lösungsvorschlag
2:
Auf
allen Ebenen werden die Zahl der stimmberechtigten Vertreter in
Abhängigkeit zur Mitgliederzahl der Untergliederung festgestellt.
Vertreter
der jeweiligen Untergliederung ist je der OVV bzw. DVV und entweder die
Stellvertreter und/oder von der jeweiligen Untergliederung frei zu wählende
Mandatsträger. Jeder Vertreter hat eine
Stimme. Die Vertreter der jeweiligen Untergliederung dürfen unterschiedlich
abstimmen, sollten sich prozentual dem in der Untergliederung festgestelltem
Meinungsbild anpassen. Ergeben sich neue Sachkenntnisse, z.B. in den
Beratungen, obliegt die Stimmabgabe dem Gewissen der jeweiligen Vertreter.
Dies
kann zu sehr großen Versammlungen führen, die u.U. sehr Kostenintensiv werden,
da eine hohe Vertreterzahl zusammenkommen wird.
_
Zur
Begründung:
Es
ist für die Mitglieder nicht nachvollziehbar, warum ein verhältnismäßig großer
OV wie z.B. E13 mit ca. 160 Mitgliedern auf Distriktsebene die gleiche
Stimmenzahl wie z.B. E20 mit ca. 13 Mitgliedern hat. Dann aber ein Distrikt -F-
mit 3333 Mitgliedern auf AR-Ebene 5 gegenüber 3 Stimmen vom Distrikt -E- mit
1680 Mitgliedern hat. Das ist keine wirkliche Gleichbehandlung.
Auch
ist es nicht zu verstehen, dass nur zwei Vertreter im AR -Distrikt F u. P-
schon 12,2% der Stimmen haben.
Ein
25köpfiges Gremium „Amateurrat“ kann doch nicht 82 Stimmen haben. Da fallen
durchschnittlich auf jeden 3,28 Stimmen. Wie wird denn da abgestimmt? Ich
selber habe nur zwei Arme. Aber Scherz bei Seite. Das ist zwar Demokratie aber
nicht Fair!
Entweder
ein 25köpfiges Gremium hat 25 Stimmen oder 82 Stimmen haben 82 Köpfe!
An
der Gesamtstruktur des DARC -OV>DV>AR>Vorstand- möchte ich nicht
rütteln, denn es geht nur über Vertreterversammlungen.
Ich
möchte nochmals darauf hinweisen, dass es sich um meine ganz persönliche Meinung
handelt. Meine Lösungsvorschläge können auch nur als Lösungsansätze gesehen
werden und es bedarf sicherlich eine Überprüfung zur Durchführbarkeit. Aber in
jedem Fall sollten wir über die Stimmenverteilung innerhalb des DARC
nachdenken.
Vy
73 de Mike
Kapplusch, DO1BMK OV
Wingst E32
|